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Geothermie aus der Münchner Innenstadt

7. November 2017

Es ist noch nicht lange her, da haben die Stadtwerke München (SWM) Ende 2016 die geothermische Fernwärmeanlage in München-Freiham in Betrieb genommen. Doch Anfang dieses Jahres begannen schon die Vorarbeiten für das nächste Tiefengeothermieprojekt – dieses Mal direkt in der Münchener Innenstadt.

Auf dem Gelände des Heizkraftwerks Süd (HKW-S) in München-Sendling, ca. 3,5 km entfernt vom Stadtzentrum, laufen die Arbeiten bereits auf Hochtouren. Nach Riem und Freiham ist hier die nächste Station, mit der die SWM ihrer Vision, im Jahr 2040 die gesamt Stadt mit 100 Prozent Fernwärme aus erneuerbarer Energie zu versorgen, ein Stück näher rücken. Der Standort blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte in der städtischen Energieversorgung zurück (wir berichteten). Derzeit produzieren die SWM dort noch Wärme aus zwei Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken (GuD1 und 2). Doch bereits ab 2018 soll sich hier der Bohrmeißel drehen, um einen Brückenschluss zwischen den Fernwärmestationen Perlach, Sendling und der Innenstadt zu vollziehen. Wie OVB-online heute berichtete, sind sechs abgelenkte Bohrungen auf dem Gelände des HKW-S geplant, die eine thermische Leistung von insgesamt 50 MWth erreichen sollen. Die Standrohre seien bereits gesetzt, erkläre Dr. Christian Pletl, verantwortlicher Ingenieur der SWM, gegenüber OVB-online. Der Verlauf der ersten vier Bohrungen steht bereits fest. Sie verlaufen vom Standort HKW-S nach Südwesten bis Obersendling, nach Westen bis jenseits der Plinganserstraße, nach Osten bis kurz vor den Ostfriedhof und in Richtung Südosten bis nach Harlaching., so OVB-online. Der Kurs für die zwei zusätzlichen Bohrungen muss noch festlegt werden. Die Bohrstrecken betragen je ca. 4.500 Meter und sollen in den thermalwasserführenden Malm-Horizont zwischen 2.400 und 3.100 Meter niedergebracht werden, so Pletl in OVB-online.

Der geothermische Ausbau des HKW-S wird nicht der letzte der SWM im Münchner Stadtgebiet sein. Als nächstes Projekt wird der Stadtteil Perlach im Münchner Südosten erschlossen werden. Insgesamt sind bis zu 14 Geothermie-Bohrungen in München geplant, um die Fernwärmevision 2040 der SWM Wirklichkeit werden zu lassen. (sv)

Quelle: 

OVB online

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