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Geothermische Quartierskonzepte als Klimaschutzstrategie

24. April 2017

Der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung ist der Entwurf einer langfristig orientierten Klimaschutzstrategie. Städte, Kommunen und Gemeinden werden sich in den nächsten Jahren noch weiter verändern müssen, um diesen Zielen gerecht zu werden.

Bereits heute emittieren Gebäude und Wohnquartiere direkt und indirekt knapp 30 Prozent aller Treibhausgasemissionen. Bis 2050 sollen Gebäude energietechnisch nahezu klimaneutral sein. Die Geothermie liefert ein Standbein im groß angelegten erneuerbaren Energiemix, um Städte, Kommunen und Gemeinden bei der Umsetzung dieser Klimaschutzstrategie zu unterstützen.

Die 9. Norddeutsche Geothermietagung fokussiert sich dieses Jahr auf die energetische Versorgung von Stadt-, Wohn- und Industriequartieren mit tiefer und oberflächennaher Geothermie. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 3. Mai 2017, im Geozentrum Hannover.

Strategien zur Quartiersentwicklung mit tiefer Geothermie werden am Vormittag des Veranstaltungstages vorgestellt. Dass auch die energetische Nachnutzung von Erdöl- und Erdgasbohrungen zur sinnvollen Energiegewinnung beitragen kann, demonstrieren verschiedene Beispiele aus der Praxis im Forum „Projekte und Quartierskonzepte mit tiefer Geothermie“. Der „Workshop Oberflächennahe Geothermie“ diskutiert Entscheidungskriterien für die Umrüstung auf oberflächennahe Geothermieanlagen, den aktuellen technischen Nutzungsstatus und die Fördermöglichkeiten. Aufgrund limitierter Teilnehmerzahl wird um gesonderte Anmeldung gebeten. Am Nachmittag werden im Forum „Quartierskonzepte und Monitoring“ der oberflächennahen Geothermie Möglichkeiten zur Wärmeversorgung und energetischen Stadtteilsanierung vorgestellt. Auch wird geprüft, welchen entscheidenden Beitrag das Monitoring solcher Anlagen für die Wirtschaftlichkeit und die Qualitätssicherung liefert.

Parallel findet am Nachmittag die Exkursion zum international einmaligen Drilling Simulator in Celle statt. Hier können Tiefbohrungen bis in mehrere Kilometer Bohrtiefe simuliert werden. Prof. Dr. Joachim Oppelt des Instituts für Erdöl- und Erdgastechnik der TU Clausthal stellt die Anlage und deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten vor. Anmeldungen zur Tagung und zur Exkursion unter www.norddeutsche-geothermietagung.de (sv)

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