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Unterschleißheim erweitert sein Fernwärmenetz

30. November 2017

Seit 2003 liefert die Geothermie Unterschleißheim (GTU) zuverlässig Nah- und Fernwärme. Die Nachfrage nach weiteren Anschlüssen ist mittlerweile so groß, dass die GTU ihr Netz dringend ausbauen muss.

Dazu erhält die GTU ein Darlehen der Stadt über zwei Millionen Euro. Das Geld ist gut angelegt, denn die Geothermieanlage versorgt bereits ein Drittel der Unterschleißheimer Haushalte, Büro- und Gewerbegebäude, kommunale Einrichtungen und auch die evangelische Kirche, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) gestern berichtete. Zur großen Freude der Stadt und des geschäftsführenden Vorstandes, Thomas Stockerl, schreibt die Anlage entgegen aller Prognosen bereits seit drei Jahren schwarze Zahlen. Eine Gewinnzone wurde ursprünglich erst für 2028 in Aussicht gestellt. Ein Grund für die schnelle Gewinnerzielung sei die Eigenkapitalerhöhung von knapp 16 Millionen Euro gewesen, die von der Stadt an die GTU – eine hundertprozentige Tochter der Stadt Unterschleißheim – geflossen seien, so Stockerl in der Süddeutschen Zeitung. Dadurch konnte die GTU ein Bankdarlehn ablösen, was sie von der Zinslast befreit habe. Zudem wirke sich die große Nachfrage nach geothermischer Wärme positiv auf die Wirtschaftszahlen aus. Der Klimaschutzaspekt der Geothermie scheint bei den Verbrauchern ein vorrangiger Aspekt für einen Anschluss zu sein. Durch die geothermische Wärmebereitstellung habe man in den letzten 13 Jahren weit mehr als 100.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart, erklärte Stockerl im SZ-Interview.

Im letzten Jahr hat die GTU knapp 52 Gigawattstunden Wärme geliefert. Für dieses Jahr sehen die Zahlen laut GTU ähnlich gut aus. Die Anlage ist auf eine maximale Kapazität von 42 Megawatt thermisch ausgelegt. Aktuell produziert sie knapp 38 Megawatt Wärme, die den Ort über ein gut 13 Kilometer langes Fernwärmenetz versorgt. Die maximale Auslastung wird circa 2020 erreicht sein, so die Prognosen. Wie die weitere Wärmeerzeugung in zwei bis drei Jahren aussehen soll, dafür gäbe es mehrere Möglichkeiten. Denkbar sei die weitere Absenkung der Rücklauftemperatur vor Injektion, eine Nachverdichtung durch eine weitere Förderbohrung oder auch die Anlage eines Wärmespeichers. Welche es werden wird, darüber wird in den nächsten Wochen diskutiert und abgestimmt. Das Darlehn der Stadt wird zu Bankkonditionen gewährt und ist flexibel abrufbar. In jedem Fall wird es der GTU helfen, den Netzausbau für die kommenden Jahre weiter voranzutreiben. (sv)

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