Für die Wärmeversorgung der Zukunft setzt Nordrhein-Westfalen auf Erdwärme. Um die großen Potenziale für Geothermie systematisch zu erschließen, geht das Land in Duisburg nun den nächsten Schritt. Mit rund 7,5 Millionen Euro unterstützt das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium eine Erkundungsbohrung der Stadtwerke Duisburg.
In der Brandenburger Schorfheide erforschen das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung (GFZ Potsdam) und Green Therma ein neues Verfahren, um auf geothermische Wärmequellen zuzugreifen. Installiert wird erstmals ein Verfahren, in dem eine kontinuierliche Vakuumisolierung in einem koaxialen Geothermiesystem mit nur einem Bohrloch zum Einsatz kommt.
Die Arverne Group hat über ihre Tochtergesellschaft Lithium de France mit den Bohrarbeiten für die Gewinnung von Erdwärme und Lithium am Standort Schwabwiller im Elsass begonnen. Die Bohrungen sind bis in eine Tiefe von etwa 2400 Metern geplant und sollen voraussichtlich bis zur Jahresmitte 2026 abgeschlossen werden.
Hoch im Norden Deutschlands gibt es ein neues Erlaubnisfeld zur Aufsuchung von Erdwärme: Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat der Moin Moin! Innovativcluster Erdwärme GmbH zum 1. Januar 2026 das Erlaubnisfeld „Schwansen“ an der Eckernförder Bucht in Schleswig-Holstein zugeteilt.
Das Geothermie-Projekt in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt kommt im neuen Jahr in Fahrt. Begleitet von einem Team der TU Bergakademie Freiberg soll im ersten Halbjahr 2026 eine belastbare Datengrundlage für spätere Tiefbohrungen geschaffen werden. Zum Einsatz kommt dabei ein neuartiges, weiterentwickeltes 3D-Seismik-Verfahren.
Mit ihren aktuell sechs Geothermie-Anlagen sind die Stadtwerke München der größte Geothermie-Betreiber in Deutschland. Wie jetzt bekannt geworden ist, soll die der Erdwärme im Süden der bayerischen Landeshauptstadt weiter ausgebaut werden. Ein „Nutzungs-Ringtausch“ soll nun den Weg für ein weiteres Projekt ebnen.
Die vierte und letzte Linie der 2D-Seismik im Raum Aachen ist abgeschlossen. Innerhalb von acht Tagen - und damit zwei Tage früher als geplant - wurden die Messungen für die STAWAG (Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG) mit einer Strecke von knapp 40 Kilometern erfolgreich absolviert.
Das gemeinsame Geothermie-Projekt der Stadtwerke Dachau sowie der Versorgungsunternehmen der Nachbarkommunen Haimhausen und Hebertshausen geht in die nächste Runde. Nachdem die beteiligten Kommunen im Juli ihre Absichtserklärung unterzeichnet hatten, hat nun die Arbeit an der Machbarkeitsstudie begonnen.