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3D-Untersuchungen in Schnaitsee

14. März 2011

Bei einem Ortstermin am vergangen Freitag erkundigen sich die betroffenen Gemeinden Schnaitsee, Babensham, Gars und Unterreit über den Fortlauf der Arbeiten.

Die Future Water Energy GmbH führt gemeinsam mit einem Firmenkonsortium und unter Aufsicht des Bergamtes Südbayern seismische 3D-Messungen bei Schnaitsee durch.

„Im optimalen Fall können die Kraftwerke, bisher sind zwei geplant, im Jahr 2014 in Betrieb gehen“, so Matthias Hiegl, Geschäftsführer der Future Water Energy beim Ortstermin in Schnaitsee. „Wenn die seismischen Untersuchungen in rund vier bis sechs Wochen abgeschlossen sind, kann die Auswertung im Labor erfolgen. Der Start der Bohrungen wären dann im nächsten Jahr.“
„Ein Geothermie-Kraftwerk würde die Region mit regenerativem Strom und Fernwärme auf Dauer von fossilen Energiequellen unabhängig machen.“ „Die Erfahrung und der Weitblick der unternehmerisch geprägten Investoren sind ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel zu verwirklichen“, so Hiegl.

Anlässlich des Ortstermins erklärte Florian Fritsch, Geschäftsführer von Fröschl Geothermie, den Beweggrund für die geothermischen Unternehmungen: „Die derzeitige Situation im Nahen Osten hält es uns wieder deutlich vor Augen, dass wir uns längerfristig unabhängig machen müssen. Dafür steht die Geothermie. Es ist eine Energieart, die nicht schwankend und grundlastfähig ist. Es ist meine Überzeugung, dass wir in Zukunft unsere Energie dezentral und verbrauchsnah erzeugen werden müssen."

Auch Schnaitsees Bürgermeister Vitus Pichler ist sehr überzeugt vom Nutzen der Geothermie für die Gemeinde: „Hier wird für eine umweltverträgliche Energie gesorgt. Außerdem werden wohnortnahe Arbeitsplätze geschaffen und die Wärmeversorgung erheblich verbessert.“

Ziel der Untersuchungen ist die Förderung von etwa 135 Grad Celsius heißen Wassers aus der porösen Kalksteinschicht des Malms. Gerechnet wird mit einer Förderleistung von 100 Liter die Sekunde. Die Reinjektion soll bei etwa 60 Grad Celsius liegen. Die Investitionen werden auf 70 Millionen Euro geschätzt. Laut Hiegel kommt die Kraftwerkstechnik auf einen Wirkungsgrad von 14 Prozent, aber man hoffe auf beschleunigte technische Weiterentwicklungen aufgrund der zunehmenden Nachfrage. (va)

Quelle: www.chiemgau-online.de, www.wochenblatt.de, www.ovb-online.de

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