AFK-Geothermie plant umfangreiche Entlastungen für Kunden

15.06.2025 | Projekte | Enerchange
Wärmezentrale AFK Geothermie

Die Gesellschafter der AFK-Geothermie GmbH haben finanzielle Erleichterungen für bestehende Kunden beschlossen. Ab dem 01. Januar 2026 wird die AFK den CO2-Preis vollständig selbst tragen. Zusätzlich soll Bestandskund:innen für das Wärmejahr 2025 ein Wärmebonus in Höhe von 200 Euro brutto je Anschluss gewährt werden. Zuletzt hatte Ärger über die Preispolitik des Unternehmens in den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim regelmäßig öffentliches Aufsehen erregt.

Die AFK-Geothermie GmbH versorgt seit der Inbetriebnahme 2009 rund 1.600 Haushalte und Gewerbebetriebe in den drei Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim. Für das kommende Jahr ist eine weitere Dublette geplant, um zusätzliche Bürger:innen an die Fernwärmeversorgung anschließen zu können. Diese soll außerdem zu mehr Preisstabilität beitragen, da sie den Anteil der erneuerbaren Energie im Netz erhöht und damit die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert, so die AFK.

Abschaffung des CO2-Preises und Wärmebonus

Nun haben sich die Gesellschafter darauf verständigt, bereits im Vorfeld der zweiten Bohrung finanzielle Erleichterungen für die bestehenden Kunden der AFK-Geothermie GmbH umzusetzen. So werden die Ersten Bürgermeister der drei Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim b. München ihren jeweiligen Gemeinderäten die Abschaffung des CO2-Preises schon ab 2026 für die AFK-Kunden vorschlagen. Damit würde die Gesellschaft ab dem 1. Januar 2026 die Kosten für den CO2-Preis vollständig selbst tragen, bis eine vollends klimaneutrale Energieerzeugung erreicht ist. Zusätzlich ist geplant, den Bestandskunden für das Wärmejahr 2025 einen Wärmebonus in Höhe von 200 Euro brutto je Anschluss zu gewähren, der mit der Jahresabrechnung 2025 verrechnet wird.

Gemeinden setzen klares Signal für die Zukunft
Die Vorschläge der Gesellschafter unterstreichen das Engagement der Gemeinden für eine nachhaltige, klimafreundliche Energieversorgung und setzen ein deutliches Zeichen für den Fortschritt in der kommunalen Wärmewende.

Florian Meier, Erster Bürgermeister von Aschheim, erklärt dazu: „Mit den anstehenden Investitionen unserer Gesellschaft AFK-Geothermie GmbH in die zweite Bohrung gehen wir einen bedeutenden Schritt in Richtung der Klimaneutralität unserer Heimat. Durch die Abschaffung des CO2-Preises für die Kunden der AFK-Geothermie GmbH beginnt das Morgen schon heute.“

Der Erste Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim b. München, Stephan Keck, ergänzt: „Ich bin sehr glücklich, dass wir das Versprechen von sauberer Energie bereits heute für viele unserer Bürgerinnen und Bürger umsetzen können. Dies ist wegweisend für unsere Anstrengungen in der kommunalen Wärmewende. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen stärken wir zudem die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Geothermie zu den fossilen Energieträgern.“

Auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates und Erste Bürgermeister der Gemeinde Feldkirchen, Andreas Janson, sieht die Gesellschaft auf einem guten Weg: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir durch kluge und vorausschauende wirtschaftliche Planungen große Investitionen in unser aller Zukunft tätigen können, ohne die kommunalen Haushalte stark zu belasten. Diese Investitionen werden für Generationen in unseren Gemeinden wirken. Dadurch machen wir uns unabhängiger und teilen noch mehr unserer heimischen Energie unter uns.“

Im nächsten Schritt bringen die Bürgermeister die Vorschläge in ihre Gemeinderäte ein, um die Entscheidung auch auf kommunaler Ebene zu verankern. Die Beschlüsse sollen noch im Juli 2025 gefasst werden. Alle Kunden der AFK-Geothermie GmbH werden anschließend schriftlich über das weitere Vorgehen informiert.

Mit Blick auf die geplante zweite Bohrung wird es voraussichtlich im Herbst 2025 genauere Informationen für alle interessierten Bürger:innen geben. 

Quelle:

AFK Geothermie

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