AFK-Geothermie: Zeitplan für zweite Tiefenbohrung steht
Die AFK-Geothermie GmbH plant für das kommende Jahr eine zweite Tiefengeothermiebohrung, um ihre klimafreundliche Wärmeerzeugung entscheidend auszubauen. Ziel ist es, die Effizienz der Anlage weiter zu steigern und zusätzlich bis zu 1.200 Haushalte sowie Gewerbebetriebe an das Fernwärmenetz anzuschließen. Derzeit deckt die Geothermie rund 60–70 % des Wärmebedarfs der Kundinnen und Kunden. In Zeiten höherer Nachfrage wird weiterhin Erdgas zur Unterstützung eingesetzt. Die zweite Bohrung soll diesen fossilen Anteil drastisch senken und die Nutzung von Erdwärme auf bis zu 95 % erhöhen.
Konkrete Zeitplanung bis 2027
Die Vergabe der Bohraufträge ist für die zweite Jahreshälfte 2025 vorgesehen. Die Bohrgenehmigung der Regierung von Oberbayern (Bergamt Südbayern) wird Anfang 2026 erwartet. Anschließend beginnt die Errichtung des Bohrplatzes im ersten Quartal 2026. Parallel dazu soll eine zweite Energiezentrale entstehen, deren Fertigstellung bis Sommer 2027 geplant ist. Die Bohrung selbst sowie der Rückbau des Bohrplatzes erfolgen in der zweiten Jahreshälfte 2026. Mitte 2027 soll die neue Dublette schließlich an das Wärmenetz angeschlossen werden. „Somit wird die geplante zweite Geothermie-Dublette zu einer größeren Preisstabilität beitragen und Auslöser für eine Änderung der Preisgleitklausel sein, was uns als Aufsichtsrat der Gesellschaft und als Bürgermeister der drei beteiligten Kommunen besonders wichtig ist“, erklärt Andreas Janson, Erster Bürgermeister der Gemeinde Feldkirchen und Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Mehr Informationen auf dem Praxisforum Geothermie.Bayern 2025
Im Rahmen des Praxisforums Geothermie.Bayern 2025 wird Dr. Martina Serdjuk von der AFK-Geothermie GmbH mit ihrem Vortrag „Mehr Energie unter uns – Wir bohren wieder“ interessante Einblicke in die Planung der zweiten Tiefenbohrung geben.