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AFK-Geothermieprojekt übertrifft Erwartungen

5. Februar 2010

Mit einer Schüttung von 75 Liter pro Sekunde und einer Temperatur von 85 Grad Celsius wurden die Erwartungen des gemeinsamen Geothermieprojektes der drei Münchner Umlandgemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim übertroffen.

Erfreuliche Zahlen konnte Helmut J. Englmann, Aufsichtsratsvorsitzender der AFK-Geothermie und Erster Bürgermeister der Gemeinde Aschheim vermelden. Die AFK ist ein Gemeinschaftsvorhaben zur geothermischen Wärmeversorgung der drei Münchner Umlandgemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim.

Nach erfolgreicher Niederbringung der Bohrungsdublette steht nun fest: „Die Schüttmenge des Tiefenwassers der AFK-Geothermie beträgt 75 Liter pro Sekunde und die Temperatur beläuft sich auf 85 Grad Celsius“, so Engelmann. „Das bedeutet, dass selbst bei den frostigen Temperaturen von minus zehn Grad und mehr in den letzten Tagen die Temperatur des heißen Tiefenwassers zur Versorgung der angeschlossenen Objekte ausreichte und nicht mit konventionellen Energien zugeheizt werden musste“, informierte AFK-Geschäftsführer Thomas Fröhlich die Aufsichtsratsmitglieder bei einem Rundgang in der Energiezentrale. Seit dem vergangenen Herbst werden bereits Objekte des Bauabschnittes 2009 in dem Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim mit AFK-Wärme versorgt.

„Ich denke, dass ein wesentliches Ziel erreicht worden ist“, bestätigte Englmann. „Vor Bohrbeginn hatte man die Hoffnung, 50 bis 55 Liter an Schüttmenge pro Sekunde und eine Temperatur von zirka 80-82 Grad Celsius zu erreichen. Und diese Erwartungen wurde weit übertroffen.“ Auch der geringe Wärmeverlust des heißen Thermalwassers beim Transport in die Häuser liege dank ausgezeichneter Isolierung des Leitungsnetzes lediglich bei ein bis zwei Grad Celsius, informierte Fröhlich die Aufsichtsratsmitglieder.

Mit vorsichtigem Optimismus denkt die AFK-Geothermie GmbH bereits darüber nach, in ferner Zukunft auch die Wärme des rückläufigen Wassers zu Heizzwecken zu nutzen. Denn diese beträgt immer noch 55 bis 60 Grad Celsius. Somit könne der Wirkungsgrad noch mehr gesteigert werden, sagte Englmann. (ag)

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