Amperland Thermalwärme: Erste Bohrung soll Ende März vollendet sein

12.03.2026 | Projekte
Bohrplatz der Amperland Thermalwärme

Die Bohrarbeiten für das Tiefengeothermie-Projekt "Amperland Thermalwärme" im Münchner Umland kommen gut voran. Gut einen Monat nach dem Start hat der Meißel eine Tiefe von knapp 1800 Metern erreicht, wie der Münchner Merkur berichtet. Ende März soll das Ziel der ersten Bohrung erreicht sein. 

Die Amperland Thermalwärme ist ein bundesweit einmaliges Projekt, das die Wärmeerzeugung aus Abfallverbrennung mit der Tiefengeothermie verbinden will. Der Standort des Bohrplatzes ist direkt auf dem Bohrplatz der Müllverbrennungsanlage, die das Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der oberbayerischen Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau (GfA) in Geiselbullach (Stadt Olching) betreibt. Schon heute wird von hier ein Wärmenetz gespeist, das mit der Nutzung der Erdwärme deutlich ausgebaut werden kann.

Rund um die Uhr wird seit dem 7. Februar die Tiefenbohrung vorangetrieben. Laut Thomas König, Geschäftsführer der Amperland Thermalwärme GmbH, sind aktuell schon knapp 1800 Meter geschafft. Von der Zieltiefe in rund 2100 Metern sei man damit nur noch rund 300 Meter entfernt, heißt es im Bericht des Münchner Merkur. Je nach Beschaffenheit des Untergrunds geht es einen bis 20 Meter pro Tag voran. Ende März soll das Ziel der ersten Bohrung erreicht sein. 

Dann hoffen alle Beteiligten, dass sie in der Tiefe auf heißes Wasser stoßen. Eine Temperatur von rund 73 Grad Celsius haben die Untersuchungen im Vorfeld vorausgesagt. Wie König sagt, seien Tiefenbohrungen immer ein Rechenspiel mit Wahrscheinlichkeiten. Doch er und alle anderen Experten seien sich inzwischen einig, dass die Bohrung fündig wird.

Nach der ersten erfolgreichen Bohrung soll es ebenso schnell gehen, bis das heiße Wasser aus der Tiefe für die Fernwärme-Erzeugung genutzt werden kann. Schon im April soll die zweite Bohrung beginnen, über die später im laufenden Betrieb das heiße Wasser aus der Tiefe nach oben gefördert werden soll. Über einen Wärmetauscher wird dem heißen Wasser die Wärme entzogen, ehe es mit etwa noch 40 bis 45 Grad Celsius zurück in die Tiefe transportiert werden soll. Ende des Jahres soll dieser Kreislauf reibungslos laufen. 

Quelle:

Münchner Merkur

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