Anhaltendes Wachstum im niederländischen Geothermie-Markt

07.08.2018 | Internationale Projekte, Marktentwicklung | Sabine Volland
Geothermiebohrung in Bayern

Die Niederlande sehen eine kontinuierliche Entwicklung im geothermischen Wärmesektor des Landes. Besonders Gewächshausbetriebe profitieren von diesem Trend.

Praxisforum Geothermie.Bayern

Das niederländische Ministerium für Wirtschaft und Klimapolitik hat seinen Jahresbericht 2017 über die natürlichen Ressourcen und Geothermie des Landes veröffentlicht, inkl. einer Karte aller Geothermie-Lizenzen (Explorations- und Produktionslizenzen sowie beantragte Lizenzen). Das Land fördert bislang ausschließlich geothermische Wärmeenergie. Erschlossen wird die Ressource aus den Gesteinen des Oberjuras und der Unterkreide im Südwesten des Landes. Die Bohrungen reichen zwischen 1.600 und 2.800 Meter in die Tiefe. Die erzeugte Wärme wird hauptsächlich zur Beheizung von gewerblichen Gewächshäusern verwendet. Zwei Projekte beliefern ein öffentliches Versorgungsunternehmen mit weiteren Gebäuden sowie ein städtisches Wärmenetz.

Seit 2008 hat die Erdwärmenutzung in den Niederlanden stetig zugenommen. Im Vergleich zur schnellen Entwicklung der Jahre 2014/15, verlief der Trend in den letzten drei Jahren etwas langsamer. 2017 gab es 22 neue Anträge auf Explorationslizenzen, 15 Geothermiebohrungen wurden abgeschlossen. Seit Jahresbeginn laufen in den Niederlanden insgesamt 20 geothermische Wärmeanlagen, und 12 Lizenzen für die effektive Geothermie-Erzeugung wurden erteilt. Dem stehen über 40 gültige Explorationslizenzen für dieses Jahr gegenüber. Die aktuell abgeteuften Dubletten der Geothermieprojekte Andijk und Zevenbergen werden voraussichtlich dieses Jahr noch fertiggestellt.

Quelle:

ThinkGeoEnergy

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