Die Erlaubnis bedeutet, dass die Zukunftswärme M West (ZMW) auf einer rund 72 Quadratkilometer großen Fläche in und um Germering und Puchheim sowie einigen Nachbarkommunen das Vorrecht eingeräumt bekommen hat, das geothermisches Potenzial zu erkunden und zu erschließen. Den entsprechenden Antrag hatte die Projektgesellschaft im August 2025 beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gestellt.
„Mit dem positiven Bescheid ist eine wichtige Grundlage für unser Vorhaben geschaffen“, sagt Christine Cröniger, Geschäftsführerin der ZMW. „Das Aufsuchungsgebiet steckt für die Zukunftswärme den wesentlichen Rahmen für die weiteren Aktivitäten ab, um dann als Ergebnis die nachhaltige Wärme für Germering, Puchheim und dem Münchner Westen nutzen zu können.“ Bis der Weg zur Wärme aus der Tiefe frei ist, sind allerdings noch viele weitere Genehmigungen notwendig.
Als nächstes soll eine Machbarkeitsstudie im Claim-Gebiet verschiedene Flächen untersuchen, die potenziell für den Tiefengeothermie-Standort geeignet sind. Diese Flächen werden systematisch aus verschiedenen Blickwinkeln geprüft und bewertet, um so fundiert die Entscheidung über die beste Platzierung der späteren Anlage treffen zu können.
Nach aktuellem Planungsstand steht die Entscheidung für einen Standort im Herbst 2026 an. Derzeit steht der Bescheid zur Förderung der Machbarkeitsstudie nach der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) noch aus, der rund 50 Prozent der Kosten der Machbarkeitsstudie finanzieren soll. Den Antrag dazu hat die ZMW im Herbst 2025 bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt.
Zukunftswärme M West