Ziel der Zusammenarbeit ist es, einen Beitrag zur Wärmewende in der Region zu leisten und künftig rund 20.000 Haushalte in Freiburg mit nachhaltiger Wärme aus Tiefengeothermie zu versorgen. Beide Unternehmen sind an der Projektgesellschaft Erdwärme Breisgau jeweils zur Hälfte beteiligt.
Tiefengeothermie als Schlüsseltechnologie
Für Herrenknecht-Vorstandsvorsitzenden Dr.-Ing. E. h. Martin Herrenknecht ist die Tiefengeothermie eine Schlüsseltechnologie der Wärmewende. Das Projekt an der A5 bei Hartheim solle gemeinsam mit Badenova einen wichtigen Schritt voranbringen und die Basis für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung schaffen. Auch Badenova-Vorstandsvorsitzender Hans-Martin Hellebrand betont die Bedeutung des Projekts. Mit der Genehmigung des Hauptbetriebsplans sei ein entscheidender Meilenstein erreicht worden, um das geothermische Potenzial in Hartheim zu erschließen.
Investitionen von rund 60 Millionen Euro
Badenova und Herrenknecht investieren gemeinsam rund 60 Millionen Euro in die Erschließung des Reservoirs und den Bau eines Heizwerks. Badenova bringt vor allem ihre Erfahrung in die Wärmeversorgung ein, während Herrenknecht sein Know-How aus Tiefbohr- und Infrastrukturprojekten einsetzt. Ulrich Hahne, Geschäftsführer von Herrenknecht Vertical, spricht von einer Premiere einer Kooperation, da erstmals ein Energieversorger und ein Technologiepartner ein Geothermieprojekt gleichberechtigt umsetzen.
Nächste Schritte ab Herbst 2026
Geplant ist die Nutzung eines rund 3.200 Meter tief liegenden Heißwasservorkommens unter Hartheim. Das geförderte Tiefenwasser soll an der Oberfläche zur Wärmegewinnung genutzt und anschließend wieder in dasselbe Reservoir zurückgeführt werden. Ab Herbst 2026 starten die vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände nahe der A5 bei Hartheim. Die Bohrarbeiten sind derzeit für das zweite Halbjahr 2027 vorgesehen. Während der Bohrphase sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, das Projekt bei Führungen vor Ort kennenzulernen.