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Bayern verlängert Förderprogramm für tiefe Geothermie

19. Februar 2013

Für Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil ist die Nutzung der Tiefengeothermie ein Baustein im Bayerischen Energiekonzept. Für den Ausbau der Wärmenetze stehen in den kommenden Jahren circa neun Millionen Euro zur Verfügung.

„Wir wollen im Rahmen von Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit das Potenzial der Tiefengeothermie im Freistaat voll ausschöpfen. Deshalb verlängern wir jetzt unser bayerisches Programm zur Förderung des Ausbaus von Wärmenetzen bis zum 30. Juni 2014“, erklärte Zeil in der gestern veröffentlichten Pressemitteilung des Ministeriums. Weiter heißt es, dass der Ausbau der Wärmenetze notwendig sei, um die Tiefengeothermie-Anlagen mit Wärmeverbrauchs-Schwerpunkten zu verbinden. Das Programm soll finanzielle Anreize geben, um möglichst viele Abnehmer zu wettbewerbsfähigen Preisen an ein Fernwärmenetz anschließen zu können.

„Für die nächsten anderthalb Jahre stehen Fördermittel in Höhe von fast neun Millionen Euro zur Verfügung. Ich setze darauf, dass diese Fristverlängerung Impulse gibt, die Wärmenetze für Tiefengeothermie weiter auszubauen“, betont Zeil. Das Programm war 2009 im Rahmen des Klimaprogramms Bayern 2020 aufgelegt worden. Gefördert werden die Vorhaben entweder über Zinszuschüsse zur Verbilligung von Darlehen der LfA Förderbank Bayern oder über Investitionszuschüsse mit bis zu 1,5 Millionen Euro. Antragsberechtigt sind Kommunen und Unternehmen. Einzelheiten hierzu regeln die Richtlinien Geothermie-Wärmenetze – BayGW. Abgewickelt wird das Programm über die LfA Förderbank Bayern.

Weiter verdeutlicht Zeil: „Diese heimische Energiequelle kann einen sehr langfristigen Beitrag dazu leisten, unseren Wärme- und Strombedarf zu decken. Wir sollten daher die Wärme aus der Tiefe der Erde noch deutlich stärker nutzen“. Die Staatsregierung plant mit ihrem Energiekonzept vom 24. Mai 2009, den Anteil der Tiefengeothermie an der bayerischen Wärme- und Stromversorgung möglichst vollständig auszuschöpfen.

In der Mitteilung führt das Ministerium aus, dass die Nutzung der erschlossenen heimischen Erdwärme sehr langfristig erfolgen und so die Bürger dauerhaft, versorgungssicher sowie CO2-frei mit Wärme und Strom versorgen kann. Bei den Bohrungen in den Thermalwasser-führenden Malmhorizont handelt es sich um eine sichere und erprobte Bohrtechnologie ohne Umweltbeeinträchtigungen, die in Bayern schon seit 20 Jahren bei nahezu 50 Bohrungen der Tiefengeothermie angewendet wird. (js)

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