Bayerns Umweltminister Glauber: Geothermie voranbringen statt Erdgas durch Fracking fördern

20.03.2026 | Politik
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber

Das Bayerische Umweltministerium lehnt den Einsatz von Fracking zur Erdgasgewinnung strikt ab. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und sprach sich stattdessen für eine intensivere Nutzung der Geothermie-Potenziale in Bayern aus.

Bayern habe Fracking zur Erdgasgewinnung aus gutem Grund untersagt. „Daran halte ich fest“, sagte Glauber. Der Bayerische Umweltminister wandte sich damit gegen aktuelle Vorschläge auf Bundesebene, in Deutschland mehr Erdgas durch Fracking zu fördern.

Stattdessen sprach sich Glauber für einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien sowie eine Nutzung der Geothermie-Potenziale in Bayern aus. "Die Energiezukunft ist erneuerbar. Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien. Anstatt mit großen Risiken den letzten Rest an fossilen Energieträgern aus dem Boden zu holen, sollten wir uns auf den Ausbau aller Erneuerbaren Energien konzentrieren. Dazu haben wir die Weichen gestellt: Erneuerbare Energien liegen im überragenden öffentlichen Interesse und dienen der öffentlichen Sicherheit."

Insbesondere die Geothermie solle zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen. Bis 2050 soll in Bayern rund ein Viertel des Wärmebedarfs im Gebäudebereich aus Geothermie gedeckt werden. "Mit der Geothermie schaffen wir es, den Boden als Energiequelle anzuzapfen. Unter unseren Füßen liegt eine große Wärmflasche. Diese Wärme aus der Tiefe wollen wir als Wärme für die Menschen nutzen", so Glauber. 

Um den Ausbau der Geothermie voranzubringen, zeigt der Bayerische Geothermie-Atlas konkrete Nutzungspotenziale im Freistaat auf.  Anhand der Karten kann ein Projektplaner abschätzen, wo in Bayern günstige Verhältnisse für eine hydrothermale Wärme- oder Stromerzeugung vorliegen und mit welchen Bohrtiefen und Tiefenwasser-Temperaturen zu rechnen ist. Der Bayerische Geothermie-Atlas ist im Internet verfügbar unter https://www.lfu.bayern.de/geologie/geothermie/geothermie_tief/geothermie_atlas/index.htm

Quelle:

Bayerisches Umweltministerium