Bohrbeginn am Heizkraftwerk Süd in Potsdam

14.07.2026 | Projekte | Enerchange
Menschen in Warnwesten hinter Bohrmeißel

In Potsdam haben die Bohrarbeiten für eine zweite Tiefengeothermie-Anlage begonnen. Die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) und das GFZ-Helmholtz-Zentrum für Geoforschung starteten gemeinsam mit weiteren Partnern am 13. Juli die Bohrarbeiten am Heizkraftwerk Süd. Bis 2027 sollen mehrere Bohrungen abgeteuft werden. 

Wissenschaftliche Begleitung des Projekts

Das GFZ unterstützt das Vorhaben mit wissenschaftlicher Beratung sowie Labor- und Modelluntersuchungen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Bohrungen und die spätere Nutzung der geothermischen Reservoire zu planen und zu optimieren.

Ausbau der klimafreundlichen Wärmeversorgung

Die EWP sieht großes Potenzial für die Nutzung von Erdwärme in Potsdam. Bereits das erste Geothermieprojekt an der Heinrich-Mann-Allee soll künftig mehr als vier Megawatt thermische Leistung in das Fernwärmenetz einspeisen und damit über 6.000 Haushalte versorgen. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen mit Hilfe der GFZ auf weitere Standorte übertragen werden.

Langfristige Zusammenarbeit fortgesetzt

EWP und GFZ arbeiten bereits seit 2020 gemeinsam an der Erkundung des Potsdamer Untergrunds. Die Zusammenarbeit wird nun im Rahmen des vierjährigen Kooperationsprogramms „Wärme mit Geothermie“ fortgesetzt (weitere Informationen).

Mehr Informationen auf dem Praxisforum Tiefengeothermie 2026

Im Rahmen des Praxisforums Tiefengeothermie werden Tristan Grüttner und Dr. Hagen Feldrappe in Ihrem Vortrag interessante Einblicke in die  Planung und Erweiterung geben. Bis zum 31. Juli profitieren Sie noch vom Frühbucherrabatt. Anmelden können Sie sich hier.

Quelle:

Pressemeldung GFZ und EWP

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