Die „Amperland Thermalwärme“ zählt zu den interessantesten und wichtigsten Energieversorgungsprojekten, die es derzeit im Münchner Nordwesten gibt: Auf dem Gelände des Heizkraftwerks in Olching-Geiselbullach verwirklicht das Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft (GfA) der Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck eine Geothermie-Anlage, die regionale, brennstoffunabhängige Wärme liefern soll.
Nach einer nur rund zweijährigen Planungs- und Vorbereitungszeit erfolgte im September 2025 der Spatenstich für den Bohrplatz. Hier wurde in den vergangenen Wochen die 31 Meter hohe Bohranlage aufgebaut. Diese ist speziell für Tiefengeothermie-Bohrungen ausgelegt und hat ihre Leistungsfähigkeit schon erfolgreich unter Beweis gestellt.
Nach der Freigabe der Bohranlage durch Bergamt und TÜV haben nun die Arbeiten an der ersten geothermischen Tiefbohrung in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau begonnen. Die Amperland Thermalwärme GmbH rechnet mit der Fertigstellung der ersten von zwei Bohrungen im Laufe des Monats März. Bei einer erfolgreichen Fündigkeit wird die Bohranlage versetzt und es folgt die zweite Bohrung der geothermischen Dublette.
Eine Besonderheit des Projekts ist, dass die Bohranlage vollständig mit klimaneutralem Strom aus der GfA betrieben wird. Darüber hinaus wird das bei der Bohrung anfallende Material – im Fachjargon Bohrklein genannt – nahezu vollständig regional entsorgt beziehungsweise verwertet. Durch den Verzicht auf lange Transportwege wird der CO₂-Fußabdruck des Projekts deutlich reduziert.
Die erwartete thermische Leistung von mehr als 10 Megawatt schafft die Grundlage für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes in der Region und wird die nachhaltige und klimaneutrale Wärmeversorgung in der Region dauerhaft sichern.
GfA