Bohrsimulator für die Bohrforschung aus Celle

29.08.2011 | Forschung
Standardbild News Tiefe Geothermie

Das Land Niedersachsen investiert in einen der weltweit modernsten und leistungsfähigsten Bohrsimulatoren.

Der für 6,1 Millionen Euro vom Land Niedersachsen angeschaffte Bohrsimulator wurde in Celle gebaut und wird von dem Energieforschungszentrum Niedersachsen der Technischen Universität Clausthal betreut. Er soll der Erforschung von neuartigen Bohrtechniken im Bereich des geologischen Untergrundes dienen. Neben den 6,1 Millionen Euro, aus denen 4,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Strukturfond stammen, wird das Land Niedersachsen weitere Projektmittel von mehr als einer Million Euro bis 2016 bereitstellen, um eine zusätzliche Professur sowie wissenschaftlichen Mitarbeiter am Zentrum finanziert zu können.

Die Bohrtechnologie ist mit etwa 80 Prozent der Investitionskosten bei der Errichtung eines geothermischen Kraftwerks der Kostenverursacher Nummer eins. Der Schritt, die Bohrtechnologie weiter zu entwickeln ist ein wegweisendes Signal von Niedersachsen an die Geothermie. Bisher wurde versucht, die Techniken und Instrumente aus der Erdöl- und Erdgasförderung für die Geothermie umzunutzen, was nicht den entscheidenden Durchbruch gebracht hat.
„Daher setzen wir jetzt auf den Bohrsimulator, mit dem neue Techniken entwickelt werden können, um sicherer und billiger in den Untergrund zu kommen", so Niedersachsens Wissenschafts- und Kulturministerin Johanna Wanka. „Der neue Bohrsimulator ist ein zentrales Forschungsinstrument für die Geothermieforschung und belegt, dass Niedersachsen bundesweit zu den forschungsstärksten Ländern im Bereich der Erneuerbaren Energien zählt."

Für die Jahre 2011 bis 2014 sollen nach Angaben der Ministerin rund 3,4 Milliarden Euro vom Bund über das Energieforschungsprogramm insbesondere für die Erforschung der Bereiche Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Intelligente Netze und Energiespeicher zur Verfügung gestellt werden. „Das ist eine enorme Chance für den weiteren Ausbau der Spitzenforschung in Niedersachsen", so Wanka. (va)

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