Über eine acht Kilometer lange Fernwärmeleitung wird die größte Stadt im Landkreis Altötting (rund 19.500 Einwohner) künftig mit Energie aus der Halsbacher Geothermie-Anlage versorgt. Das Fernwärmenetz in Burghausen soll deshalb in den kommenden Jahren stark wachsen.
Die „Naturwärme Kirchweidach-Halsbach“ ist als gemeinsames Projekt der Gemeinde Kirchweidach (Landkreis Altötting) und des Unternehmens Gemüsebau Steiner gegründet worden, um eine eigene Geothermie-Bohrung in der Gemeinde Halsbach niederzubringen. Geplant wurde eine rein wärmegeführte Anlage mit dem Ziel, die Gemeinde Kirchweidach und die Gewächshäuser des Gemüseanbaubetriebs Steiner mit umweltfreundlicher und nachhaltiger Wärme zu versorgen.
Dank der großen Ergiebigkeit der Bohrung ist es aber auch möglich, die vorhandene Wärme auch anderen Kommunen und Betrieben in der Region zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Burghausen mit ihrer Tochtergesellschaft EBG (Energieversorgung Burghausen) hat die Zeichen der Zeit erkannt und die Möglichkeit des Aufbaues eines geothermischen Fernwärmenetzes ins Auge gefasst.
Nach dem im Frühjahr unterzeichneten „Letter of Intent“ zur Errichtung einer Fernwärmeleitung von Halsbach nach Burghausen und der Belieferung des Fernwärmenetzes in Burghausen schlossen jetzt die Vertreter der Stadt Burghausen und die Geschäftsführer der Naturwärme Kirchweidach-Halsbach den endgültigen Wärmeliefervertrag.
Mit der Errichtung einer Fernwärmeleitung vom Bohrplatz in Halsbach bis zur Übernahmestation in Burghausen kann der Pressemitteilung aus dem Frühjahr zufolge bereits 2026 begonnen werden. In der ersten Umsetzungsphase wird ein bereits bestehendes Fernwärmenetz in der Burghauser Neustadt angebunden, in weiterer Folge erfolgt schrittweise der Aufbau eines neuen Fernwärmenetzes.
Naturwärme Kirchweidach-Halsbach