Die Grundlagen dieser Einschätzung sind das Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG), das der Deutsche Bundestag im Dezember 2025 verabschiedet hat, und das neue Förderprogramm Geothermie. Damit können Geothermie-Betreiber über ein KfW-Finanzierungsinstrument mit integrierter Fündigkeitsversicherung die Risiken bei Geothermie-Bohrungen umfassender absichern.
„Wir gehen davon aus, dass die Geothermie in Deutschland mittel- bis langfristig deutlich von beiden Instrumenten profitieren wird. Projekte können nicht nur schneller umgesetzt werden, sie werden mit Blick auf die geringeren finanziellen Risiken für Auftraggeber auch kalkulierbarer und damit attraktiver. Dies könnte sich bis 2030 in einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach Geothermieprojekten in einer Größenordnung von 100 bis 200 Prozent widerspiegeln“, sagt Andreas Tönies, CEO der Daldrup & Söhne AG.
Das Ziel des im Deutschen Bundestag beschlossenen GeoBG ist es, Genehmigungs- und Planungsprozesse für Geothermieprojekte klarer, verlässlicher und vorhersehbar auszugestalten. Zentrale Elemente sind unter anderem die Einstufung der Geothermie als „überragendes öffentliches Interesse“ sowie verbindliche Bearbeitungsfristen. Planungs- und Genehmigungsverfahren der Geothermieprojekte werden umfassend digitalisiert, vereinfacht und beschleunigt. So muss beispielsweise die zuständige Behörde innerhalb von zwölf Monaten über die Genehmigung entscheiden. Derartige Fristen wurden bis dahin nicht vorgegeben. Bei Geothermieprojekten bis 50 Megawatt Leistung kann die Zulassungsfrist sogar auf drei Monate verkürzt werden. Damit konkretisiert das Gesetz wesentliche strukturelle Faktoren, die in der Vergangenheit zu langen Projektlaufzeiten und erhöhter Unsicherheit in der Projektentwicklung führten, heißt es in der Mitteilung.
Zudem fiel Ende Dezember 2025 auch der Startschuss für das KfW Finanzierungsinstrument mit integrierter Fündigkeitsversicherung für Geothermiebohrungen, welches von der KfW in Zusammenarbeit mit der Munich Re und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entwickelt wurde. Es unterstützt die Finanzierung geothermischer Bohrungen ab 400 Metern Tiefe in Deutschland mit zinsgünstigen Krediten der KfW und sichert gleichzeitig die Fündigkeitsrisiken aus diesen Bohrungen ab. Investoren wie Gemeinden und Kommunen können damit das finanzielle Risiko, einer nicht oder nicht ausreichend fündigen Bohrung, um bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten reduzieren. So werden die Projektbetreiber entlastet und der Anreiz zur Nutzung von Erdwärme steigt.
„GeoBG und das KfW Finanzierungsinstrument mit integrierter Fündigkeitsversicherung bilden zusammen mit der Bundesförderung effizienter Wärmenetze ein starkes Paket, das für deutlich mehr Planungs- und Finanzierungssicherheit im Geothermiemarkt sorgt und die Wärmewende fördert. Diese von uns erwartete Entwicklung bestätigt die strategische Ausrichtung der Daldup & Söhne AG und liefert ein solides Fundament für das von uns prognostizierte Wachstum“, ergänzt Andreas Tönies.
Im Geschäftsbereich Geothermie bezeichnet sich die Daldrup & Söhne AG mit mehr als 60 Tiefenbohrungen als Marktführer für Tiefengeothermiebohrungen in Kontinentaleuropa. Das Unternehmen mit Sitz in Pullach im Isartal verfügt über mehr als 30 Bohranlagen, unter ihnen fünf Tiefbohranlagen für Tiefengeothermie-Projekte von 2.000 bis 6.000 Metern.
Daldrup & Söhne AG