Aufgrund des großen Interesses seitens der Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim an der Wärmeversorgung durch Geothermie, haben die bestehenden Anlagen ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Eine zweite Dublette am Standort Aschheim, die noch für dieses Jahr geplant ist, soll zusätzliche 18 Megawatt Leistung bringen. Dadurch können weitere Wohn- und Gewerbeobjekte ans Wärmenetz der AFK-Geothermie GmbH angeschlossen werden.
Der Ausbau der Geothermie steht im Einklang mit der kommunalen Wärmeplanung der drei Gemeinden. Das Ziel ist, bis 2045 rund 49 Prozent des Wärmebedarfs im Projektgebiet über Fernwärme zu decken. Den größten Anteil soll dabei die Geothermie der AFK-Geothermie GmbH liefern. Neben der Erweiterung des Netzes ist auch eine Verdichtung der bestehenden Infrastruktur vorgesehen.
Der Beschluss der Wärmeplanung dient den Kommunen als strategischer Leitfaden für eine klimafreundliche, sozialverträgliche und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung. Verbindliche Verpflichtungen für Bürgerinnen und Bürger ergeben sich daraus nicht. „Die gemeinsame Zielsetzung mit den Kommunen ist ein starkes Signal für die Zukunft der regionalen Wärmeversorgung“, erklärt AFK-Geschäftsführerin Dr. Martina Serdjuk. „Der Beschluss zur kommunalen Wärmeplanung markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und verlässlichen Versorgung. Die enge Zusammenarbeit mit Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim ist für uns zentral.“
Für den Ausbau und die Transformation des Wärmenetzes erhält die AFK-Geothermie GmbH eine umfangreiche Förderung. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze wurden nun bis zu 25,3 Millionen Euro bewilligt. Die Mittel stammen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie aus der europäischen Aufbau- und Resilienzfazilität und werden über den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan bereitgestellt. Die Förderung ist zweckgebunden und auf die beantragten Maßnahmen beschränkt. Die Umsetzung ist über einen Zeitraum von vier Jahren vorgesehen.
In diesem Jahr legt die AFK-Geothermie GmbH bei Neuanschlüssen einen besonderen Schwerpunkt auf defekte Heizsysteme, die zeitnah modernisiert werden müssen. Allen Interessierten, die beispielsweise ab 2027 oder 2028 auf Geothermie setzen möchten, steht auf der Website unter www.afk-geothermie.de eine Standortabfrage zur Verfügung, in der auch eine Anschlussanfrage direkt hinterlegt werden kann. So lassen sich die Kapazitäten frühzeitig planen, um der steigenden Nachfrage bestmöglich gerecht zu werden.
AFK-Geothermie