Doppel-Webinar zum neuen Geothermie-Förderprogramm: Auftakt am 6. März 2026 mit Matthias Tönnis von Munich Re zur Fündigkeitsversicherung

18.02.2026 | Veranstaltungen
Blickpunkt Geothermie

Nach dem langen Warten auf die Fündigkeitsversicherung gibt es seit Dezember 2025 ein umfangreiches Programm zur Förderung der Tiefengeothermie in Deutschland. Das erste fachkundige Webinar überhaupt zu diesem wichtigen Thema bieten Enerchange und das Informationsportal Tiefe Geothermie am Freitag, 6. März 2026, an.

Die Tiefengeothermie soll perspektivisch einen großen Teil des Wärmebedarfs der Bundesrepublik Deutschland abdecken. Für die Erkundung und Erschließung der heißen Quellen in tausenden Metern Tiefe sind häufig zweistellige Millionen-Euro-Beträge notwendig. Bringt die Bohrung kein heißes oder nicht ausreichend heißes Wasser hervor, ist die Investition im schlimmsten Fall verloren. Dieses Risiko der sogenannten Nicht-Fündigkeit schreckt Investoren und deren Banken häufig ab und verhindert so die Realisierung von Geothermie-Projekten.

Hier setzen die Partner des Förderprogramms – das Bundeswirtschaftsministerium, die KfW und Munich Re mit einem maßgeschneiderten Produkt an: Der Rückversicherer Munich Re prüft dabei, ob das Projekt auf Basis der Datenlage durchführbar und versicherbar ist, legt die Absicherungsparameter wie auch die Höhe der Versicherungsprämie fest und sichert bei passender Datenlage 30 bis 70 Prozent der Darlehenssumme ab. Für den nicht abgesicherten Teil gewährt die KfW im Schadensfall – beispielsweise bei Nicht-Fündigkeit oder erfolgloser Bohrung – einen Teilschulderlass zu den gleichen Bedingungen wie im Versicherungsvertrag. Dadurch kann der Projektträger bis zu 100 Prozent des Darlehensbetrags absichern. 

Aufgrund der großen Bedeutung dieses Förderprogramms bietet die auf Tiefengeothermie spezialisierte Kommunikationsagentur Enerchange ein Doppel-Webinar mit Munich Re und KfW zu diesem Thema an. Zu Gast im ersten Teil ist Matthias Tönnis, der Experte von Munich RE für die Fündigkeitsversicherung. Am Freitag, 6. März 2026, erläutert er ab 14 Uhr das Förderprogramm aus der Perspektive der Munich RE und steht im Anschluss auch für Fragen zur Verfügung. Das Enerchange-Webinar aus der Reihe „Blickpunkt Geothermie“ ist damit die erste Veranstaltung überhaupt, die sich nach der Ankündigung des Förderprogramms intensiv der praktischen Umsetzung widmet. 

Das Ziel des Programms ist es, dass Munich Re, KfW und Bundeswirtschaftsministerium das Finanzierungsdilemma der Tiefbohrungen durch ihre Zusammenarbeit lösen: „Wir arbeiten im Bereich der Tiefengeothermie mit einem hohen Ausfallrisiko und hohen Risikoanforderungen. Dabei schauen wir uns jedes Projekt auf Basis der jeweiligen Datenlage genau an. Unter diesen Voraussetzungen kann Munich Re Geothermie-Projekte mit einer Fündigkeitsversicherung prinzipiell bundesweit in Vorzugsgebieten absichern. Essenziell bei diesen Projekten ist es, dass wir von Anfang an involviert sind, Einblick in die Messungen und Kalkulationen haben und die Datenlage stimmt“, erklärt Thomas Blunck, Mitglied des Vorstands bei Munich Re. 

Für viele Kommunen sind Tiefengeothermie-Projekte eine attraktive Möglichkeit, um ihre Energieversorgung zu stärken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. „Die Tiefengeothermie hat das Potenzial, einen substanziellen Beitrag für die klimaneutrale Wärmeerzeugung in Deutschland zu leisten – effizient und unabhängig von fossilen Energieträgern“, sagt Melanie Kehr, für das inländische Fördergeschäft verantwortliche Vorständin der KfW. „Unsere neue Förderung setzt an einem zentralen Ausbauhemmnis an und adressiert das hohe finanzielle Risiko der Bohrungen. Zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium und Munich Re setzen wir neue Impulse für die Energiewende und stärken so die Souveränität des Wirtschaftsstandorts Deutschland.“

Die von Munich Re entwickelte Versicherung ist Teil einer großen Tiefengeothermie-Initiative des BMWE. Das Ziel dieser Initiative ist es, bis 2030 mindestens 65 weitere Tiefengeothermie-Projekte zu realisieren, was den Anteil der für die Wärmenutzung verwendeten Energie aus Tiefengeothermie auf das Zehnfache des aktuellen Niveaus anheben würde.

Kostenfreie Anmeldungen zum Webinar sind möglich unter diesem Link.

Quelle:

Enerchange