Dr. Karin Thelen als Präsidentin des Bundesverbandes Geothermie wiedergewählt

08.12.2025 | Veranstaltungen
Der neue Vorstand im Bundesverband Geothermie.

Dr. Karin Thelen ist für zwei weitere Jahre zur Präsidentin des Bundesverbandes Geothermie gewählt worden. Die digital abgehaltene Mitgliederversammlung bestätigte die Geschäftsführerin Regionale Energiewende der Stadtwerke München mit 63,2 Prozent der abgegebenen Stimmen an der Spitze des Bundesverbandes. 

Zum aktuell einzigen Vizepräsidenten wurde Leonhard Thiem vom Fraunhofer IEG gewählt. Er wurde mit 71,7 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Der zweite Stellvertreterposten wird erst zu einem späteren Zeitpunkt in einer Nachwahl vergeben. Die bisherige Vizepräsidentin Prof. Dr. Inga Moeck stellte sich nicht mehr für ein Vorstandsamt zur Verfügung. Das beste Ergebnis bei der Wahl am Montag erhielt Christoph Knepel, Mitglied der Geschäftsleitung der BauGrund-Süd-Gruppe. Er wurde mit 91,9 Prozent der abgegebenen Stimmen als Schriftführer und weiteres Vorstandsmitglied wiedergewählt. 

Vor der Vorstandswahl blickte der Bundesverband auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Als größter Erfolg für die Branche wurde dabei das Geothermie-Beschleunigungsgesetz genannt, das nach dem Beschluss im Bundestag zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Die Geothermie liegt nun im überragenden öffentlichen Interesse, seismische Messungen sind künftig ganzjährig und mit erleichterten Bedingungen möglich und es gibt die Möglichkeit eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns nach dem Berg- und Wasserrecht. 

Ebenfalls zum neuen Jahr könnte laut Bundesverbands-Geschäftsführer Gregor Dilger die lange ersehnte Fündigkeitsabsicherung in Kooperation der bundeseigenen Förderbank KfW und des Rückversicherers Munich Re kommen. Und ein weiterer Grund zur Freude beim Bundesverband: Die Zahl der Mitglieder hat sich in diesem Jahr um 25 auf nun knapp 500 erhöht. 

Im neuen Jahr will sich der Bundesverband unter anderem dafür stark machen, dass es beim Gebäudeenergiegesetz bei einer Quote von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie bleibt. In der Öffentlichkeit will der Verband den volkswirtschaftlichen Nutzen der Geothermie und ihren Betrag zur nationalen Versorgungssicherheit hervorheben. Das Ziel ist, dass möglichst viele Städte über 100.000 Einwohner, die bis zum 30. Juni 2026 ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen haben müssen, die Geothermie in ihre Transformation der Wärmeversorgung einbeziehen. 

Quelle:

Enerchange