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Dritte Geothermie-Bohrung in Pullach begonnen

19. Januar 2011

In Pullach wird das bestehende Projekt mit zwei Bohrungen um eine dritte erweitert. Dies ist auf die starke Nachfrage nach geothermischer Wärme in Pullach zurückzuführen und in Deutschland bisher einmalig.

Seit dem 19. Januar strebt der Bohrmeißel nun seinem Ziel entgegen. Die Bohrung soll im Mai abgeschlossen sein und wird rund acht Millionen Euro kosten. Die Firma Hekla Energy wird durch eine abgelenkte Bohrung mit 3.946 Bohrmetern in eine Bohrtiefe von 3.309 Metern vordringen. Nach der Fertigstellung wird die neue Bohrung als sogenannte Reinjektionsbohrung dienen, das heißt, das geförderte Thermalwasser nach dessen energetischer Nutzung wieder in die Tiefe zurückbefördern. Die beiden bereits existierenden Bohrungen an der Hans-Keis-Straße werden nach der Erweiterung als Förderbohrungen fungieren und sollen zusammen rund 100 Liter Thermalwasser pro Sekunde erbringen.

Durch die rege Nachfrage der Fernwärme mit mehr als 1.000 Anteilnehmern wurde eine absehbare Kapazitätsgrenze erreicht. Durch das dritte Bohrloch soll eine Verdopplung der Fördermenge erzielt werden. Ab Mai 2011 findet in insgesamt drei Bauphasen die Erweiterung des bestehenden, derzeit rund 25 Kilometer langen Fernwärmenetzes statt, um das Verteilnetz an die erweiterte Kapazität anzupassen. Damit soll eine Versorgung von deutlich über 50 Prozent der Pullacher Haushalte erreicht werden. Langfristig sollen alle Bürger mit umweltfreundlicher, regenerativer Energie versorgt werden.
„Wer hätte vor sechs Jahren gedacht, dass wir heute einen so großen Erfolg mit der Geothermie haben und wieder ein Bohrturm errichtet wird? Ich danke allen Pullacher Bürgern, dass sie durch die vielen Anschlüsse an das Geothermie-Netz an dieser Erfolgsgeschichte mitgeschrieben haben“, so Bürgermeister Jürgen Westenthanner im Rahmen einer Feierstunde.

Quelle: www.merkur-online.de

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