Endteufe in Geiselbullach: Amperland Thermalwärme testet erste Bohrung

01.04.2026 | Projekte
Der Bohrplatz der Amperland Thermalwärme in Olching-Geiselbullach

Die erste Bohrung der „Amperland Thermalwärme“ hat ihre Endteufe erreicht. Knapp drei Monate nach dem Bohrbeginn auf dem Gelände im oberbayerischen Olching-Geiselbullach (Landkreis Fürstenfeldbruck) soll nun das Testprogramm beginnen. 

Die „Amperland Thermalwärme“ ist ein Tochterunternehmen des Gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA) der Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck. Auf dem Gelände des GfA-Abfallheizkraftwerks in Olching-Geiselbullach entsteht eine bislang einzigartige Kombination aus Tiefengeothermie und Müllbrennung, um die Fernwärmeversorgung in der Region auszubauen.

Bei den nun beginnenden Testarbeiten wird überprüft, ob die Bohrung genügend Tiefenwasser mit einer ausreichend hohen Temperatur liefert. Darüber hinaus werden Wasserproben genommen und analysiert, um die Eignung der Thermalwässer für ihre Nutzung innerhalb der Fernwärmesysteme am Standort beurteilen zu können, heißt es in einem aktuellen Bericht des Münchner Merkur. 

Neben dem Bohrplatz wurden große, offene Becken errichtet, in denen sich das Thermalwasser vor der Einleitung in die Kläranlage abkühlt und beruhigt, damit sich Schwebstoffe absetzen können. Die Qualität des Tiefenwassers aus dem sogenannten Malm-Grundwasserleiter sei im nördlichen Raum von München grundsätzlich sehr hoch. Zu Beginn der Tests könne das Wasser dennoch eine leichte Trübung aufweisen, die von feinsten Gesteinsbruchstücke aus dem Untergrund verursacht wird.

Aufgrund der hohen Temperaturen des Thermalwassers, die oberhalb von 70 Grad Celsius liegen, kann bei den Tests auch Wasserdampf entstehen, der in Form weißer Schwaden über dem Gelände sichtbar wird. Dieser Wasserdampf sei mit dem Dampf in Thermalbädern vergleichbar, teilte ein Sprecher der Amperland Thermalwärme mit. Er enthalte keinerlei gesundheitsgefährdende Stoffe und habe keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Die zuständigen Behörden seien eingebunden und hätten für die Tests eine amtliche Freigabe erteilt.

Quelle:

Münchner Merkur, Amperland Thermalwärme

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