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Enel Green Power geht an die Börse

20. Oktober 2010

Der italienische Energiekonzern Enel bringt seine Ökostrom-Tochter Enel Green Power an die Börse.

Seit Montag läuft die Zeichnungsfrist für die 1,6 Milliarden Aktien von Enel Green Power. Noch bis zum 28. Oktober besteht die Möglichkeit, Anteilsscheine zu beziehen. Der ursprünglich geplante Preis von 2,40 Euro je Aktie wurde mit 1,80 bis 2,10 Euro unterschritten.

Maximal 33 Prozent der Tochter sollen im Zuge des Börsengangs verkauft werden. Vor zwei Jahren wurden die regenerativen Energie-Projekte von Enel in der Tochterfirma zusammengefasst. Hierzu zählen auch Geothermie-Projekte.

Der Börsengang soll der Mutterfirma Enel 3,4 Mrd. Euro in die lehren Kassen spülen. Der Energieversorger trägt Verbindlichkeiten von 54 Mrd. Euro vor sich her und zählt zu den höchst verschuldetsten Europas.
     
Aufgrund Befürchtungen nahender Subventionskürzungen im Bereich der erneuerbaren Energien durch ausufernde Staatsdefizite brachen Aktien in diesem Bereich um 40 Prozent ein. Dies ist ein deutlich ungünstiges Umfeld für Enel Green Power und dessen Börsengang, dessen Erträge zu 50 Prozent von Fördermaßnahmen abhängen.
 
Im Gegensatz zu seinen europäischen Rivalen wie Iberdrola Renovables aus Spanien, EDP Renováveis aus Portugal und EDF Energies Nouvelles aus Frankreich, bezieht Enel Green Power deutlich geringere Subventionen, was die Anfälligkeit in diesem Bereich reduziert.

Enel Green Power erzeugt rund 44 Prozent seines Stroms in Wasserkraftwerken, 41 Prozent in Windkraftwerken und 15 Prozent in anderen Bereichen wie z.B. Geothermie. Die drei europäischen Hauptrivalen sind zu 90 Prozent und mehr in der Windkraft tätig und somit auch auf deren Subventionen angewiesen.

Enel-Chef Fulvio Conti kündigte am Montag an, rund 30 Prozent des Gewinns von Enel Green Power künftig als Dividenden auszuschütten. Zudem soll für je 20 gehaltene Papiere eine Bonusaktie ausgegeben werden, wenn die Aktien mindestens ein Jahr gehalten werden.

Die Erzeugerkapazitäten von Enel Green Energy von derzeit 5.700 sollen bis 2014 auf 9.200 Gigawatt ausgebaut werden und der Betriebsgewinn um die Hälfte, auf 2,1 Mrd. Euro steigen.

Quelle: www.ftd.de

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