Enel stellt sich erfolgreich dem Weilheimer Stadtrat vor

27.02.2016 | Hydrogeothermie | Jochen Schneider
Standardbild News Tiefe Geothermie

Bei der Vorstellung des im Weilheimer Ortsteil Lichtenau geplanten Geothermieprojektes im Stadtrat, erhielt der italienische Energieversorger Enel breite Zustimmung, berichtet der Weilheimer Merkur in seiner Wochenendausgabe. Die Bauarbeiten am Bohrplatz haben bereits Mitte der Woche begonnen.

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Am Donnerstag waren die Vertreter der Projektentwicklers Erdwärme Oberland zu Besuch in Weilheim, um das geplante Geothermieprojekt in Lichtenau dem Stadtrat vorzustellen. Seit der Übernahme von 80 Prozent der Gesellschaftsanteile durch den italienischen Energieverorger Enel Green Energy Anfang dieses Jahres, haben die Italiener die Federführung in dem Projekt übernommen.

Das Auftreten der italienischen Geothermieexperten hat bei den Stadträten einen positiven Eindruck hinterlassen. Wie der Weilheimer Merkur berichtet, gab es quer durch alle Stadtrat-Fraktionen eine breite Zustimmung, und es ist von "einer großen Chance für Weilheim" die Rede, so der Weilheimer Merkur. "Geothermie ist gute Energie, die Bürger wünschten sich diese Fernwärme", wird der Energiereferent der Grünen Karl-Heinz Grehl in der Zeitung zitiert. Die Stadtwerke Weilheim würden gerne die Abwärme des Projektes abnehmen.

Das Projekt wurde von Antonia Marabotti, dem Projektleiter von Enel vorgestellt. Dabei ging Marabotti auf die geplante Leistung von 26 Megawatt (elektrisch) und den geplanten Bohrbeginn für die 4.000 Meter tiefen Bohrungen in den Malm im Sommer dieses Jahres ein. Sie erwarten 140 Grad heißes Tiefengrundwasser mit einer Förderrate von bis zu 200 Liter pro Sekunde. Bei guter Fündigkeit soll im Herbst 2017 dann der Kraftwerksbau beginnen und 2018 dann in Betrieb gehen.

Das Projekt soll von großer Transparenz begleitet werden, erklärte Claudia Ladagga von Enel Green Power, zuständig für die Nachhaltigkeit des Projektes und die Beziehungen zu den Kommunen. In diesem Zusammenhang betonte Enel auch, dass das Projekt nichts mit "Fracking" zu tun habe. Dr. Markus Wiendieck, einer der Geschäftsführer von Erdwärme Oberland betonte, dass das Projekt gegen eventuelle Schäden gut versichert sei.

Quelle:

Merkur (Weilheimer Ausgabe)

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