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Enex denkt über eine Wärmenutzung in Gelting nach

21. Februar 2018

In einem Interview mit dem Merkur äußert sich Dr. Robert Straubinger von Enex über weitere Nutzungsmöglichkeiten der Bohrung in Gelting und die Erkenntnisse aus dem Sidetrack der Bohrung in Geretsried.

Die Zukunft der Geothermie im Oberland [Anm. d. R.: Region Oberbayerns nördlich der bayerischen Vorlapen zwischen Lech und Inn] sieht Dr. Robert Straubinger nach den letzten Fehlschlägen dennoch nicht so negativ. Diese beiden Entwicklungen, die Nichtfündigkeit in Geretsried und das unglückliche Ergebnis in Weilheim, führen zwar zu einer neuen Bewertung einzelner Projekte. Aber das weitere Vorgehen für die Zukunft hängt im Wesentlichen davon ab, ob es sich um einen lokal begrenzten Effekt oder einen allgemeinen regionalen Trend bei hohen Bohrtiefen handelt. Das Erfolgsrisiko für jedes individuelle Projekt sei dadurch nicht unbedingt geringer geworden, so Dr. Straubinger.

Um diese Ergebnisse zu verstehen, wäre es sinnvoll, durch das Forschungsprojekt in Gelting (Geretsried) mehr über den Untergrund der Region zu erfahren. Bereits mit der ersten nichtfündigen Bohrung im Jahr 2013 lieferte das Projekt viele hilfreiche Hinweise zur Gesteinsbeschaffenheit des wasserführenden Malms vor Ort. Durch das Forschungsprojekt, das die Ablenkbohrung letztes Jahr in die Kluft- und Störungszonen begleitet hat, wurde bereits eine neue, breitere Datenbasis generiert, erklärt Straubinger im Merkur. Die gewonnenen Bohrkerne helfen, die Tiefengeologie noch genauer bewerten zu können. An der TU München laufen dazu bereits mehrere, aber noch nicht abgeschlossene Arbeiten.

An eine Aufgabe des bisherigen Geländes, das Hofgut Breitenbach, denkt Straubinger noch nicht. Enex wird mit seinen Förderpartnern prüfen, ob und wie die Tiefenwärme des Bohrlochs alternativ genutzt werden könnte. Entscheidend für eine weitere Verwendung des Bohrlochs sei die zur Verfügung stehende Wärmemenge. Es gäbe bereits Ideen, die aber nur mit einer Anschlussförderung weiter erforscht werden können. Ein entsprechender Antrag werde gestellt, sobald die neue Bundesregierung stehe, so Straubinger im Merkur.

  (sv)

Quelle: 

Merkur

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