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England investiert in tiefengeothermisches Wärmeprojekt

25. März 2014

Mehr als 130 Millionen Euro sollen in ein tiefengeothermisches Wärmeprojekt investiert werden. Bereits Ende letzten Jahres kündigte England eine Einspeisevergütung für Wärmeprojekte in Höhe von 5,8 Cent pro Kilowattstunde an – ein wichtiges Signal an die europäische Tiefengeothermie.

Im Rahmen eines „City Deals“ zwischen der britischen Regierung, der englischen Grafschaft Staffordshire und der Stadt Stoke-on-Trend ist auch der Ausbau eines Fernwärmenetzes geplant, verlautete es aus dem Büro des stellvertretenden Premierministers Nick Clegg. Jährlich sollen Gewerbe und Privathaushalte mit 45 Gigawattstunden Wärme versorgt werden, was die Energiekosten um mindestens zehn Prozent senke. Mit mehr als 1.500 Arbeitsplätzen wäre das Projekt ein Jobmotor für die Region. Alleine 200 Arbeitsplätze würden direkt neu entstehen, mehr als 1.300 in der Wertschöpfungskette gesichert, berichtet das Nachrichtenportal EUWID in seiner gestrigen Ausgabe.

24 Millionen Euro Kosten wird die britische Regierung tragen. Knapp 38 Millionen Euro müssen die Grafschaft und die Stadt vor Ort aufbringen. Michael Feliks, Vorsitzender der Sektion Tiefengeothermie der Renewable Energy Association REA, begrüßte das Engagement der britischen Regierung. Feliks hoffe nun auf weitere tiefengeothermische Wärmeprojekte auf der Insel.

Das Projekt ist nicht nur ein Impulsgeber für die englische Geothermie. Mit einem entsprechenden Wärmebonus könnten auch in Deutschland wichtige Anreize geschaffen werden, um den derzeitigen Investitionsstau abzubauen. Damit würden seitens der Politik wichtige Signale an die Wirtschaft gegeben und sich gleichzeitig zu dem im Koaltionsvertrag vereinbarten Wärmeausbau im Rahmen der Erneuerbaren Energien bekannt. (sv)

Quelle: 

Euwid-Energie

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