Erdbeben im Bergbaugebiet

05.10.2007 | Marktentwicklung, EGS | Enerchange
Geothermiebohrung in Bayern

Vier Beben der Stärke 2,7 und 2,8 erschütterten die Erde im saarländischen Bergbaugebiet in den letzten vier Wochen.

In den vergangenen vier Wochen erschütterten mehrere bergbaubedingte Erdbeben die Gegend um Ensdorf und Lebach bei Saarlouis. Als direkte Reaktion auf die Erdbeben fordert nun der Landesverband der Bergbaubetroffenen Saar e.V. (IGAB) den sofortigen Stopp des Abbaus in der Primsmulde bei Saarlouis.

Die Beben haben teilweise auch Regionen erschüttert, die zuvor weniger vom bergbauinduzierten Erdbeben durch den Steinkohleabbau betroffen waren, so der Raum Saarlouis und Dillingen. Der Landesverband geht davon aus, dass die bergbaubedingten Erdbeben in der Intensität stärker werden und in einem immer weiteren Umkreis auch deutlich wahrgenommen werden. Der Landesverband fordert daher vom Bergamt Saarbrücken konkrete Schritte gegen eine weitere Kohleförderung durch das Bergwerk Saar in der betroffenen Region.

Interessanterweise ist die Tiefe Geothermie -Hot Fractured Rock- nicht die einzige Methode bei der Erschließung von Energiequellen, die Erdbeben verursachen kann.

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