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Erfolgreiche seismische Erkundung in Münchens Süden

16. November 2018

Geothermisches Potenzial ist äußerst vielversprechend. Tiefer gehende Analysen werden zum Ende des Jahres erwartet. Möglicher Bohrbeginn in Pullach schon 2020.

Drei kommunale Geothermieunternehmen haben gemeinsam das geothermische Potenzial zwischen Pullach, Grünwald und Unterhaching erkundet. Mittels moderner Vibrationsfahrzeuge wurde für ein rund 100 Quadratkilometer großes Gebiet südlich von München eine 3D-Seismik erstellt.

Großes Potenzial vor allem für Pullach – Grünwald und SWM noch unsicher
Für die seismische Erkundung haben sich die Innovative Energie Pullach (IEP), Erdwärme Grünwald (EWG) und die Stadtwerke München (SWM) auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Erste Ergebnisse zeigen vor allem für die IEP ein sehr gutes Potenzial.

„Wir denken in Kategorien von vier, fünf, sechs neuen Tiefenbohrungen“, erklärt IEP-Geschäftsführer Helmut Mangold auf der Pressekonferenz. Weitere Analysen und erste Probebohrungen müssten nun zeigen, wie es um die Mächtigkeit des thermischen Tiefenwassers tatsächlich bestellt sei.

Ob auch die Grünwalder EWG und die SWM ähnlich erfolgsversprechende Strukturen im Untergrund aufweisen können, wird sich erst zum Ende dieses Jahres klären. Dann können fundierte Aussagen gemacht werden.

Mehr als genug Strom- und Wärmekunden
Ein Problem, die Energie der potenziell leistungsstärksten Geothermieanlage Deutschlands loszuwerden, wird Pullach nicht haben. Die Gemeinde plant, ihr Fernwärmenetz auszubauen, das bereits 1.400 Haushalte versorgt. 26 Millionen Euro sind in die mittelfristigen Haushaltsplanungen von 2019 bis 2022 eingestellt.

Zudem verfolgen die SWM die Vision, bis 2040 sämtliche Einwohner und Einwohnerinnen Münchens mit regenerativer Energie zu versorgen. Könnte sie auch aus Pullach klimafreundliche geothermale Wärme beziehen, wäre sie dem Ziel ein gutes Stück näher. (kj)

Quelle: 

Süddeutsche Zeitung

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