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Erkundungsbohrung für Geothermie in Glasgow gestartet

18. Dezember 2018

Im schottischen Glasgow wird das Geothermie-Potenzial aufgegebener Kohleminen erforscht. Die erste von zwölf Bohrungen hat begonnen.

Mit insgesamt zwölf Bohrungen in verschiedenen Tiefen will der britische „Natural Environment Research Council (NERC)“ in Kooperation mit dem „British Geological Survey (BGS)“ erkunden, wie es um die Geologie des Glasgower Untergrundes bestellt ist, welche Wassersysteme dort vorliegen und wie hoch ihr Potenzial für eine Wärmeversorgung der Stadt ist.

31 Millionen britische Pfund (rund 35 Millionen Euro) stehen bereit, um mehr darüber herauszufinden, ob im Minenwasser der alten Kohleschächte eine nachhaltige, umweltfreundliche, langfristige und kostengünstige Lösung für Großbritannien liegt.

Verschiedene Messungen in den nächsten 15 Monaten

Den zwölf Bohrungen folgen ausführliche Untersuchungen zur Temperatur, Fließgeschwindigkeit und chemischen Zusammensetzung der unterirdischen Wassersysteme. Eine solche Forschung in einer ehemaligen Kohlemine ist weltweit bislang noch nie durchgeführt worden, wie die Vorsitzende des „UK Geoenergy Observatories“, Prof. Zoe Shipton auf der Webseite des NERC sagt.

„Die Untersuchungen werden ein hochaufgelöstes Bild ermöglichen, das einen Durchbruch in unserem Verständnis des Untergrundsystems darstellt. Was wir in Glasgow lernen, wird uns den Weg weisen, wie wir unseren Bedarf an Ressourcen so balancieren können, dass die Menschen sicher sind und die Umwelt geschützt ist.“

Startschuss für eine 15jährige Forschung

Mit der Bohrung in Glasgow beginnt die NERC eine 15jährige Studie über die britischen Geothermie-Potenziale. Das „UK Geoenergy Observatory for Glasgow“ im Osten der schottischen Industriestadt ist einer von zwei Forschungsstandorten.

Bei Erfolg bietet die Wärme aus der Tiefe nicht nur Chancen für eine klimafreundliche Energieversorgung. Auch hochqualifizierte Arbeitsplätze an ehemaligen Kohlestandorten können entstehen und so die lokale Wertschöpfung wiederbeleben. (kj)

Quelle: 

Natural Environment Research Council (NERC)

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