Erneuerbare Wärme Styrum GmbH erhält Förderbescheid

31.07.2026 | Erkundung & Analyse | Enerchange
Oberhausen

Die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) und die medl GmbH haben mit der Gründung der Erneuerbare Wärme Styrum GmbH (ews) einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung gesetzt. Ziel der neuen gemeinsamen Gesellschaft ist es, die Potenziale der Tiefengeothermie in der Grenzregion zwischen Oberhausen und Mülheim zu erkunden und bei passender Eignung für eine nachhaltige Wärmeversorgung nutzbar zu machen.

Mit der Gründung der ews bündeln die beiden kommunalen Energieversorger ihre bisherigen Aktivitäten im Bereich Geothermie. Dieser Schritt schafft die Voraussetzung, um Kosten zu senken, Risiken zwischen den Energieversorgern zu teilen und den Nutzen des Projekts für möglichst viele Menschen in beiden Städten zu realisieren. Die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen bilden fundierte Untersuchungen und eine geplante Erkundungsbohrung. 

Ein besonderer Vorteil liegt im gewählten Erkundungsgebiet, da es sich unmittelbar im Grenzgebiet zwischen Oberhausen und Mülheim befindet und dadurch geografische und infrastrukturelle Synergien ermöglicht. 

Führungskräfte betonen Chancen für die Region 

Sebastian Mombeck, Geschäftsbereichsleiter der Energieerzeugung bei der evo AG und einer der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, erklärte, mit der Gründung der ews werde eine starke Grundlage für ein Projekt geschaffen, das enorme Chancen für die Region biete. Er betonte, Geothermie könne ein tragender Baustein für eine langfristig sichere und klimafreundliche Wärmeversorgung werden; wichtig sei dabei eine verantwortungsvolle Umsetzung im wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Sinne.

Auch Axel Kolwitz, stellvertretender Abteilungsleiter Wärme / Dezentrale Energiesysteme bei der medl GmbH und ebenfalls neuer Geschäftsführer der ews, bezeichnete die gemeinsame Gesellschaft als wichtigen Meilenstein. 

Förderbescheid schafft Planungssicherheit 

Ein entscheidender Fortschritt für das Projekt ist der positive Förderbescheid im Rahmen des Programms progres.nrw zur Risikoabsicherung hydrothermaler Geothermie für die geplante Erkundungsbohrung. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, der Planungssicherheit für die kommenden Jahre schafft. In den kommenden Jahren sollen die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden, sodass voraussichtlich 2028 der Bohrplatz errichtet sowie die Erkundungsbohrung einschließlich der anschließenden Auswertung durchgeführt werden kann. Auf Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse wird dann über die weiteren Schritte zur Umsetzung des Projekts entschieden.

Nächste Schritte 

Ziel ist es, im Falle einer erfolgreichen Erkundung die Errichtung und den Betrieb einer Tiefengeothermie-Anlage zu ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur kommunalen Wärmeversorgung in Oberhausen und Mülheim zu leisten.

Quelle:

evo AG