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Erste Bohrung in Ismaning erfolgreich abgeteuft

12. Juli 2012

In Ismaning im Nordosten von München hat die erste Bohrung die Zielteufe erreicht. Die Temperatur von 67 Grad Celsius ist nach Information der Wärmeversorgung Ismaning unter den Erwartungen geblieben, die Ergiebigkeit war jedoch höher als erwartet.

In Ismaning sollen zwei Bohrungen von einem Sammelbohrplatz in den oberjurassischen Thermalwasserhorizont des Malm abgeteuft werden. Die erste Bohrung (Thermal 1) hat im Juni, nach ca. zweimonatiger Bauzeit, früher als erwartet die Endteufe in 2.200 Meter Tiefe erreicht. Durch die Ablenkung in östliche Richtung ergab sich eine Länge des Bohrpfades von 2.735 Metern. Die zweite Bohrung wurde Anfang der Woche, nach vorherigem Verschieben des Bohrgerätes um ein paar Meter, gleich daneben begonnen. Diese Bohrung ist mittlerweile bei 380 Metern Tiefe.

Nach den Ergebnissen der Pumptests mit einer Temperatur von 67 Grad Celsius und einer sehr hohen, Förderrate von über 75 L/s im Airliftverfahren wird nun überlegt, die zunächst als Förderbohrung geplante Thermal 1, als Rückführbohrung zu nutzen. Die Hoffnung liegt dabei auf der zweiten Bohrung für die höhere Temperaturen erwartet werden. Hierfür wurde die zweite Bohrung vom zuständigen Ingenieurbüro Erdwerk von der bisherigen Ausrichtung nach Nordwesten in eine südwestliche Richtung umgeplant, da dort heißeres Tiefengrundwasser erwartet wird.

Laut der Wärmeversorgung Ismaning (WVI) liegt der Grund für die relativ niedrige Temperatur in einer Temperatur-Anomalie. Die höhere Prognose vor Beginn der Bohrarbeiten beruht auf einer Annahme, die sich auf Temperaturen von umliegenden Geothermiebohrungen stützt. WVI-Geschäftsführer Hobmeier kommentiert dies wie folgt: „Von der zeitlichen Reihenfolge einmal abgesehen, haben wir die Hälfte des Projekts erfolgreich absolviert: Wir verfügen über eine ausgezeichnet geeignete Rückführbohrung. Und für die „zweite Halbzeit“ haben wir sehr gute Perspektiven.“

Ein Grund für Hobmeiers Optimismus liegt sicher in den eingesparten Kosten durch die schneller abgeteufte erste Bohrung, so dass davon ausgegangen wird, dass auch die zweite Bohrung den Kostenrahmen nicht sprengt.

Mitte Mai wurde in Ismaning auch mit dem Bau des Wärmenetzes begonnen. Ziel ist es noch im Jahr 2012 das Wärmenetz auf sieben Kilometer auszubauen.

Quelle: Wärmeversorgung Ismaning

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