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Erste Bohrung in Kirchweidach vor der Fertigstellung

4. März 2011

In etwas mehr als drei Monaten hat GEOenergie Bayern in Kirchweidach den Zielhorizont im Malm erreicht.

In Kirchweidach geht das Geothermie-Projekt in die entscheidende Phase. Nach 107 Tagen hat die GEOenergie Kirchweidach GmbH die Bohrarbeiten in 3.756 Metern Tiefe vorerst abgeschlossen. "Alle unsere seismischen Untersuchungen haben sich bestätigt. Jetzt bringen wir mit Pumptests in Erfahrung wie viel Wasser erschlossen werden kann und welche Temperatur das Wasser hat", schildert Bernhard Gubo, Geschäftsführer der GEOenergie Kirchweidach GmbH. Die Tests werden im Laufe der nächsten Woche abgeschlossen. "Dann wissen wir, ob der Fundort den Anforderungen für das geplante Kraftwerk genügt", erklärt Gubo. "Alles in allem, so Gubo, "können wir mit dem Verlauf der ersten Bohrung zufrieden sein. Sollten die in den nächsten Tagen geplanten Pumptests von Erfolg gekrönt sein, so wird die zweite Bohrung Ende März vom selben Platz aus starten."

Ein entsprechendes zweites Loch wurde im Abstand von 7 Meter zum ersten Bohrloch bis in eine Tiefe von 70 Meter bereits vorgebohrt. Als nächstes wird das ganze Bohrgerät mit einem Gewicht von ca. 500 Tonnen in einem Stück um 7 Meter mit Hydraulik weitergeschoben.

Aber auch Obertage geht es mit dem Projekt voran. GEOenergie Kirchweidach hat bereits die Planungen für das Geothermiekraftwerk so weit vorangebracht, daß dieser auf der nächsten Gemeinderatssitzung behandelt werden kann.

Behandlung des Bohrguts

Von Anfang an hat man darauf geachtet, daß keine komplexen chemischen Produkte, die sonst üblicherweise bei Bohrarbeiten verwendet werden, in Kirchweidach zum Einsatz kommen. Das aus dem Bohrloch kommende Bohrklein wurde fast täglich, insgesamt über 50mal, von einem unabhängigen Labor auf über 40 verschiedene mögliche Stoffe hin analysiert. Bis die Analysen vorlagen mußte das Bohrklein zwischengelagert werden, um nach Vorliegen der Ergebnisse über die richtige Verwertung oder Entsorgung entscheiden zu können. Für viele Fraktionen des Bohrgutes waren die Analysen so gut, daß man mit den zuständigen Behörden über ein mögliches Konzept der landwirtschaftlichen Wiederverwendung sprechen konnte.

Leider hat ein zu engagierter Mitarbeiter die Ausbringung einer geringen Menge an erbohrtem Kalk auf ein Nachbarfeld gestattet. Dies erfolgte leider ohne Zustimmung der Firmenleitung und ohne behördliche Erlaubnis. Der Mitarbeiter wurde von seinen Aufgaben vor Ort bereits entbunden. Die grundsätzliche Diskussion mit den Behörden über das grundsätzliche Verwertungskonzept des unbedenklichen Bohrguts werden hoffentlich trotz des unglücklichen Vorfalls fortgesetzt werden können.

Quelle: GEOenergie Bayern

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