Header Informationsportal Tiefe Geothermie

Erste Professorin für Geothermie in Mainz

12. Februar 2008

Dr. Eva Schill wurde als Professorin für Geothermie an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen. Die Universität Mainz besetzt damit ein extrem innovatives Forschungsgebiet, das deutschlandweit bislang nur durch eine weitere Professur vertreten ist.

"Wir brauchen die Forschung für die Zukunftsenergien. Diese Professur kommt zum richtigen Zeitpunkt", stellt Umweltministerin Margit Conrad fest. Rheinland-Pfalz etabliere sich auch in der Forschung zu einer Adresse für die Geothermie-Sparte.

Das Ziel der Geothermie-Gruppe an der Johannes Gutenberg-Universität ist es, in Kooperation mit dem Institut für Geothermisches Ressourcenmanagement (igem) in Bingen langfristig ein führendes Zentrum für EGS-Technologie im kristallinen Grundgebirge aufzubauen. Kooperationen sind mit der Geothermik-Gruppe der Angewandten Geophysik an der RWTH Aachen, dem Geoforschungszentrum Potsdam, dem Umweltforschungszentrum Leipzig und dem GGA Institut in Hannover geplant.

Der kristalline Untergrund birgt das größte Potenzial für geothermische Energiegewinnung in Deutschland. Der derzeitige Stand der EGS-Technologie ist vielversprechend, aber nicht so weit entwickelt, dass Energie in der angestrebten Menge gewonnen werden könnte. Die Entwicklung dieser Technologie, bei der während der Stimulation des Reservoirs die vorhandenen Räume für hydrothermale Wässer vergrößert werden, erfordert ein bedeutendes wissenschaftliches Engagement, welchem sich die Universität Mainz mit der Ernennung von Dr. Eva Schill zur Professorin für Geothermie stellt.

Die bisherigen und laufenden Forschungsarbeiten der Geowissenschaftlerin Dr. Eva Schill konzentrieren sich auf die Geothermik des kristallinen Grundgebirges und insbesondere die Ressourcen im Gebiet des Oberrheingrabens. Auf dem Gebiet der 3D-Modellierung des tiefen Untergrunds im Bereich Geologie und Geothermik hat sie mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit zum Verständnis der thermischen Prozesse und der Abkühlgeschichte des Gotthard- und Aar-Massivs beigetragen. Mit einem ähnlichen wissenschaftlichen Ansatz tragen ihre Forschungsarbeiten in laufenden Projekten im Oberrheingraben in Verbindung mit neuartig eingesetzten geophysikalischen Methoden (Magnetotellurik) entscheidend zur Lösung einer der wichtigsten Fragestellungen in der Geothermie bei, nämlich der Identifikation von signifikanten Ressourcen und natürlichen Reservoiren. (ag)

Anzeigen

Thema im Fokus

3 | 2019
Die Geothermie gehört zu den erneuerbaren Technologien, die klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) vermeiden und einsparen. Als regenerative Energie ist sie ein wichtiger Teil der global erforderlichen Maßnahmen, um den Klimawandel zu begrenzen. Vor allem die Anlagen in Mitteleuropa sind hier vorbildlich, sie führen das geförderte Tiefengrundwasser nach der Entwärmung wieder zurück ins unterirdische Reservoir. Die mitgeförderten Gase – meist CO2 –werden zusammen mit dem Tiefengrundwasser wieder reinjiziert. In Bayern gibt es in Traunreut eine Anlage, die als Forschungsprojekt sogar zusätzliches CO2 in den Untergrund bringt. Weitere CO2-Vermeidungs-Projekte sind weltweit in der Entwicklung. In dieser Ausgabe von „Thema im Fokus“ wollen wir Ihnen einige davon präsentieren. ... mehr

Termine

« April 2019 »
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930

Auf einen Klick

Finden Sie die passende Firma

Unser Branchenverzeichnis bietet Ihnen über 250 Firmen und Organisationen aus der Tiefengeothermiebranche. 

Werben Sie zielgenau

Nutzen Sie das Informationsportal Tiefe Geothermie und werben Sie hier zielgenau für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistungen. Unsere Konditionen.

Finden Sie die passende Information

Mit unserem monatlich erscheinenden Newsletter oder RSS-Feed bleiben Sie stets über aktuelle Entwicklungen informiert. Jetzt abonnieren!