EVN startet im November Seismik-Messung

24.07.2026 | Erkundung & Analyse | Enerchange
v.l.n.r.: EVN Projektleiter Gregor Götzl, EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, EVN Vorstandsdirektor Stefan Szyszkowitz, EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag

Im Rahmen des Forschungsprogramms „GeoWärme Niederösterreich“ beginnt die EVN im November mit Seismik-Messungen im südlichen Wiener Becken. Ziel ist es, das geologische Potenzial für Tiefengeothermie zu erkunden und damit eine nachhaltige Wärmequelle für die Region zu erschließen. 

Das Messgebiet umfasst eine Strecke von mehr als 340 Kilometern in über 60 Gemeinden. Zum Einsatz kommen dabei mehr als 20.000 Geophone, die die reflektierten Schallwellen der Vibro-Trucks an der Oberfläche aufnehmen. Insgesamt sind bis zu 13 Messlinien geplant. Die Seismik-Messungen finden tagsüber von Montag bis Samstag statt und sollen rund vier Wochen dauern.

Bürgerinformation im September

Derzeit koordinieren die beauftragten Fachfirmen die Straßennutzungsbewilligungen, Betretungsgenehmigungen sowie Einbautenerhebungen. Im September sollen die Bürgerinnen und Bürger im Messgebiet informiert werden.

Industrieviertel im Fokus 

In der ersten Phase konzentriert sich die EVN auf das südliche Wiener Becken im Industrieviertel. Bis 2035 sollen dort zwei Geothermieanlagen errichtet werden, die Wärme in bestehende Fernwärmenetze einspeisen. Geothermieanlagen sind dabei auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Eine Bohrung kann rund 50 Jahre betrieben werden, durch zusätzliche Bohrungen lässt sich die Nutzung oft um weitere Jahrzehnte verlängern.

Quelle:

EVN

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