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Feierlicher Auftakt für die zweite Dublette in Unterföhring

19. Februar 2014

In Unterföhring startete mit der heutigen Bohrfeier die Erweiterung der Geothermieanlage. Die zwei neuen Tiefenbohrungen werden die Leistungsfähigkeit der Anlage verdoppeln, so dass in wenigen Jahren auch der Süden der Gemeinde von geothermischer Fernwärme profitieren kann.

Im Rahmen des abendlichen Festakts auf dem Gelände der Energiezentrale am Etzweg wurde der Meißelschlag und damit der Bohrbeginn feierlich begangen. In seiner Begrüßung der rund 120 anwesenden Gäste zeigte sich Unterföhrings Bürgermeister Franz Schwarz begeistert von dem neuen Projekt: „Ich bin stolz, dass Unterföhring nun einen weiteren Schritt in die Zukunft macht und seine erneuerbare Wärmeversorgung bald erheblich ausbauen kann. Mit dem deutschlandweit einzigartigen Projekt ist unsere Gemeinde einmal mehr ein Leuchtturm im Bereich der regenerativen Energien.“

Auch Peter Lohr, Geschäftsführer der gemeindeeigenen Betreibergesellschaft GEOVOL, ist froh, dass es nun endlich losgeht. Denn schon bevor ab 2020 der südliche Gemeindeteil geothermisch versorgt wird, bringt die zweite Dublette Vorteile mit sich. So könne man flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren und die Wärme aus den Dubletten je nach Bedarf hin- und herschieben. Nicht zuletzt will man mit der zusätzlichen Leistung zukünftig auch weitere große Gewerbekunden wie z. B. das ZDF versorgen. „Hier laufen momentan Verhandlungen, die kurz vor dem Abschluss stehen“, freut sich Lohr.

Die Anlage City-Rig von Daldrup & Söhne in Unterföhring. Foto: Enerchange
Bis die Erdwärme aus den neuen Bohrungen genutzt werden kann, wird es allerdings noch etwas dauern: Vor dem beauftragten Bohrunternehmen Daldrup & Söhne aus Ascheberg liegt eine Bohrstrecke von insgesamt rund 8600 Metern. Die zwei Bohrungen werden nach Süden und Osten abgelenkt, so dass die Endpunkte der beiden Bohrungen drei beziehungsweise zweieinhalb Kilometer vom Bohrplatz entfernt liegen. Im Herbst 2014, nach Fertigstellung der Bohrungen, soll dann mit dem Bau der zweiten Heizzentrale begonnen werden. „Wenn alles nach Plan läuft, können wir bereits im Herbst 2015 mit der Wärmelieferung aus den neuen Bohrungen beginnen “, so Peter Lohr.

Ein stimmungsvollen Ausklang fand die Feier mit einer beeindruckenden Lasershow, die vor dem Bohrturm gezeigt wurde. Musikalisch untermalt, blitzten minutenlang vielfarbig und perfekt komponiert eine Kaskade von Lichtreflexen durch den abendlichen Himmel von Unterföhring. (mb)

Quelle: 

Enerchange

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