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Frankreich will Erneuerbare Energien stärken

16. Februar 2010

Der französische Minister für Umwelt und Energie, Jean-Louis Borloo, hat im Dezember 2009 den neuen "Fahrplan Frankreichs" im Bereich Energieerzeugung angekündigt. Im "Grenelle Environnement" (Abkommen für Umweltschutz) ist fixiert, dass der Entwicklung der erneuerbaren Energien eine prioritäre Stellung zukommt. Bis 2020 soll ihr Anteil am Energiemix auf 23% erhöht werden.

Die neuen Einspeisetarife für Strom aus geothermischen Kraftwerken steigern sich um fast 70% gegenüber dem Vorjahr von 0,12 €/kWh auf 0,20 €/kWh. Auch für die französischen Überseegebiete gelten neue Konditionen. Die Einspeisevergütung ist hier von 0,10 €/kWh auf 0,13 €/kWh gestiegen.

Die Energieerzeugung aus Wärmekraft wird voran getrieben durch die Stilllegung von mehr als der Hälfte der Kohlekraftwerke bis 2015. Der Bau neuer Kohlekraftwerke wird nur genehmigt, wenn eine CO2-Abscheidung und -Speicherung vollständig gesichert ist. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2020 insgesamt um Zwei Drittel reduziert werden.

Auf dem Gebiet der Wärmeversorgung - dem Zweig mit dem größten Wachstumspotential im Bereich erneuerbare Energien - sieht das neue französische Investitionsprogramm  für Wärmenutzung folgende Maßnahmen vor: die Verdopplung der Anzahl der an ein Fernwärmenetz angeschlossenen Gebäude; eine verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energien (Biomasse, Geothermie, usw.) für diese Netze; die Ausrüstung von 2 Millionen Wohnungen mit Wärmepumpen und von über 4 Millionen Wohnungen mit solaren Warmwasserbereitungsanlagen.

Dieser neue Fahrplan für die Energieerzeugung berücksichtigt die dank der "Grenelle Environnement" in Frankreich erreichten Energieeinsparungen.Der Minister zeigt damit den Willen Frankreichs für einen entschlossenen Wandel in der Energiepolitik. (ag)

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