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Fünf Jahre Geothermieanlage München-Riem

14. Dezember 2009

In diesem Jahr jährt sich die Inbetriebnahme des geothermischen Heizwerks in München Riem zum fünften Mal.

Aus der Förderbohrung, der abgelenkten Dublette mit einem untertägigen Abstand von ca. 2.000 Metern, wird bis zu 75 L/s Thermalwasser mit einer Temperatur von 94 °C gefördert. Mit einer Wärmeleistung von 10 MW wird die Messestadt Riem in München versorgt.

Betreiber des Heizwerks sind die Stadtwerke München (SWM). "Der technische Betrieb der Anlage funktioniert einwandfrei", so Dr. Christian Pletl von der SWM Services GmbH. Von den Bohrungen 2003 über die Inbetriebnahme im darauf folgenden Jahr bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt seien keine nennenswerten technischen Probleme aufgetreten. Man habe sich 2008 dazu entschlossen, die Tauchkreiselpumpe (TKP) auszubauen und durch eine Pumpe mit erhöhter Leistung zu ersetzen. Nach knapp vier Jahren Betrieb hat die TKP lediglich unkritische Korrosion und Ablagerungen aufgewiesen.

Die technische Erfolgsgeschichte des Heizwerks München-Riem wird jedoch durch die schleppende Entwicklung des Wärmeabsatzes in dem Neubaugebiet getrübt. "Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Anlage noch nicht so effizient, wie wir es ursprünglich geplant hatten", erklärt Pletl. Möglichkeiten die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu verbessern, wären der Anschluss zusätzlicher Kunden an das Heizwerk oder der Bau einer zusätzlichen Stromerzeugungsanlage, um die Geothermieanlage auch in den Sommermonaten auszulasten und den Wärmeüberschuss zur Stromerzeugung zu verwenden.

Auf Grund der überwiegend guten Erfahrungen in Riem setzen die Stadtwerke München auch weiterhin auf die regionale Ressource Geothermie. In Sauerlach etwa wurden seit 2007 drei Tiefbohrungen abgeteuft, um dort ein Geothermieheizkraftwerk zu errichten. Weitere Anlagen zur Wärmeversorgung für München befinden sich in der Planung. So soll etwa der neue Stadtteil Freiham mit Geothermie versorgt werden. (ag)

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