Gemeinderat Utting geht auf Nummer sicher

29.09.2008 | Projekte, Erkundung & Analyse | Enerchange
Informationsportal Tiefe Geothermie

Aktuell listeten die Gemeinderäte in ihrer Stellungnahme, die sie zum "bergrechtlichen Hauptbetriebsplan" der Firma Geoenergie Bayern abgeben müssen, noch einige Bedenken auf. Die Sorgen reichen von den
Immissionen bis hin zur Erschließung und Nutzung. Zudem wollen die Räte noch ein ausstehendes Gutachten zur Nah- und Fernwärmenutzung, das die Gemeinde in Auftrag gegeben hat, abwarten.

Das Bergamt hatte die Gemeinde um eine Stellungnahme zur Explorationsbohrung gebeten. Doch bis alle Informationen vorliegen, gehen die Gemeinderäte in ihrer Stellungnahme auf Nummer sicher. Aus diesem Grunde hatte der Gemeinderat schon Anfang August abgelehnt, der Firma Geoenergie Bayern ein Wegenutzungsrecht einzuräumen. Geoenergie Bayern möchte allerdings binnen eines Jahres das Geothermiekraftwerk zur Stromerzeugung realisieren und hat nun bereits dem Gemeindrat Finning die Technik vorgestellt. Der 45 Quadratkilometer große Claim, in dem zwischen April und Juni seismische Untersuchungen stattfgefunden haben, beschränkt sich nicht nur auf den Bereich von Utting, sondern auch auf Finning und Schondorf. In der Nähe des möglichen Standortes in Finning wurde bereits vor gut 20 Jahren schon einmal gebohrt. Damals wollten die  Projektentwickler Erdöl finden, fanden aber heißes Wasser, das niemand haben wollte.

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