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Genehmigung für Bohrarbeiten in Garching an der Alz erteilt

21. August 2015

Nach der Erteilung der Bauvorbescheides hat das Bergamt Südbayern jetzt den Bohrplatzbau und die Bohrarbeiten für das Geothermieprojekt in Garching an der Alz genehmigt, wie der Projektentwickler geoenergie Bayern in einer Pressemeldung mitteilte.

Der positive Bauvorbescheid für das Geothermieprojekt der Firma GEOenergie Bayern aus Regensburg wurde schon im Mai vom Landratsamt Altötting erlassen. Der Bauvorbescheid prüft die planungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit des Bohrplatzes für den Bau und Betrieb eines Kraftwerkes. Grundlage hierfür waren intensive naturschutzfachliche, forstwirtschaftliche und immissionsschutzfachliche Untersuchungen. Der Bauvorbescheid war jedoch auch mit zahlreichen Auflagen verbunden. Der Gemeinderat von Garching an dere Alz hatte schon im Vorfeld die Planungen für das geothermische Vorhaben abgesegnet. Positiv wirkten sich vor allem die Nachbesserungen, die zu deutlichen Reduzierungen im Schallbereich führten, aus. "Mit erheblichem finanziellem Mehraufwand wurden nun Kraftwerkskomponenten eingeplant, die den Belangen der anwohnenden Nachbarn ein großes Stück näher kommen", betont Bernhard Gubo, Geschäftsführer der Geoenergie Bayern.

Doch trotz dieser Maßnahmen haben drei Anwohner gegen die Erteilung der Bauvorgenehmigung beim zuständigen Verwaltungsgericht Klage erhoben. In der letzen Woche wurde der 2013 gestellte Antrag auf Zulassung des Bohrplatzbaus und Durchführung der Bohrarbeiten vom Bergamt Südbayern bei der Regierung von Oberbayern genehmigt. „Mit den beiden erteilten Genehmigungen können wir nun unsere derzeit schon laufenden Finanzierungsgespräche für das Geothermie-Projekt hoffentlich bald zum Abschluß bringen“, wird Gubo in der Pressemitteilung zitiert.

Für 2015 sind keine weiteren Arbeiten am vorgesehenen Bohrstandort geplant. Gubo versicherte, dass vor Beginn konkreter Arbeiten die Bürger von Garching an der Alz im Rahmen von weiteren Informationsveranstaltungen informiert werden. Geplant ist neben einem Kraftwerk auch eine Fernwärmenutzung in Garching an der Alz zu realisieren. Laut Gubo gebe es hier schon fortgeschrittene Gespräche mit einem erfahrenen Investor, aber, so Gubo, habe darüber natürlich die Gemeinde zu entscheiden, ob ein solches Vorhaben bei den Bürgern auf Akzeptanz stoßen würde.

Erste Planungen zeigen, daß der Wärmepreis für die Garchinger Bürger im Vergleich zu den derzeit sehr günstigen konventionellen Energieträgern wettbewerbsfähig sein wird. Hier hat GEOenergie Bayern mit der Wärmeauskopplung in Kirchweidach und dem Verkauf an die Kirchweidacher Energie GmbH schon gute Erfahrungen gemacht.

Für das Geothermieprojekt in Garching an der Alz sind am Standort Bruck zwei Bohrungen mit Tiefen von 3.700 Meter und Bohrlochlängen von knapp 5.000 Meter vor, die im Zeitraum eines Jahres fertiggestellt werden könnten. Mit der Förderbohrung soll bis zu 150 L/s mit einer Temperatur von 124 °C gefördert und nach der Nutzung der Wärme mit einer Temperatur von 35 bis 45 °C über die zweite Bohrung wieder ins Reservoir zurückgeführt werden. Durch die Rückführung des abgekühlten aber unbehandelten Thermalwassers wird die über Generationen geplante nachhaltige Energiegewinnung gewährleistet werden.

Geplant ist eine Entnahme von bis zu 55 Megawatt thermischer Leistung, die so viel Energie bereitstellen würde, um nicht nur ganz Garching mit Wärme zu versorgen sondern auch noch in einem Kraftwerk von bis 5 Megawatt elektrischer Energie Strom zu produzieren. Bei positiver Umsetzung des Projektes gäbe es am Standort des Betonfertigteilewerkes HaBa die Möglichkeit noch eine zweite Dublette auf dem Aufsuchungsfeld zu realisieren. (js)

Quelle: 

Pressemitteilung GEOenergie Bayern

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