Geothermie-Gesellschaft "Zukunftswärme München West" gegründet

22.08.2025 | Projekte
Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl, Geschäftsführerin Dr. Karin Thelen von den Stadtwerken München und Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas (von links) im Februar 2025.

Die „Zukunftswärme München West“ hat ihren nächsten Meilenstein erreicht: Die Stadtwerke München, die Stadt Germering und die Stadt Puchheim (beide Landkreis Fürstenfeldbruck) haben jetzt offiziell eine Geothermie-Gesellschaft gegründet. 

In einem ersten Schritt hatten die Stadträte von Puchheim und Germering in zwei parallelen Sitzungen schon im Februar 2025 dem großen Geothermie-Projekt zugestimmt. Zusammen mit den Stadtwerken München (SWM) als Geothermie-erfahrenem Projektpartner wollen die Städte eine interkommunale Versorgung mit Wärme aus der Tiefe ermöglichen, um die Abhängigkeit von externen Energielieferanten zu reduzieren.

Die Geothermie-Gesellschaft Zukunftswärme M West (ZMW) hat das Ziel, mehrere Anlage für Tiefengeothermie zu planen und errichten. Die Stadtwerke Münchens sind an dem Projekt mit 60 Prozent beteiligt, Germering mit 25 Prozent und Puchheim mit 15 Prozent. Die Inbetriebnahme der ersten angestrebten Geothermie-Anlage der ZMW wird nach aktuellem Zeitplan aber frühestens 2033 erfolgen.

Christine Cröniger von den Stadtwerken München übernimmt Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft übernimmt Christine Cröniger von den Stadtwerken München, die der Münchner Merkur berichtet. Die nächsten Schritte sind demnach die Beantragung des Claims und der Fördermittel sowie die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie, um unter anderem den am besten geeigneten Standort für die Bohrungen zu finden. Im Herbst ist zudem eine erste Informationsveranstaltung für alle Bürger geplant. Eine Internet-Seite wurde bereits unter der Adresse wärme-mwest.de eingerichtet. 

Die Ausmaße des Projekts sind gewaltig. Angedacht sind vier geothermische Dubletten. Die Planer gehen von einer thermischen Leistung von 52 Megawatt aus. Zum Vergleich: Die Geothermie-Anlage in München-Freiham hat eine Leistung von lediglich zwölf Megawatt. Die Kosten für das Projekt sind entsprechend hoch. Die Planer gehen von Investitionen in Höhe von rund 260 Millionen Euro aus. Abzüglich einer geplanten Förderung in Höhe von rund 91 Millionen Euro bleiben Nettokosten von rund 169 Millionen Euro. 

Quelle:

Münchner Merkur