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Geothermie-Projekt Haimhausen nimmt Gestalt an

28. Juli 2010

Die Fündigkeit in Haimhausen ist aus früheren Kohlenwasserstoff-bohrungen bereits bekannt – die Risiken sind somit gering.

Die oberbayrische Gemeinde Haimhausen nördlich von München erhielt bereits im Januar die Aufsuchungsgenehmigung für Probebohrungen ihrer geothermisch nutzbaren Grundstücke.

Haimhausen kann auf bereits vorliegende Bohrergebnisse aus den 80er Jahren zurückgreifen. Hier wurde von Esso auf der Suche nach Ölquellen in 1480 Meter Tiefe 84 Grad warmes Thermalwasser gefunden. Diese geothermische Anomalien in Haimhausen vereinfachen die geothermale Nutzung, da schon in geringer Tiefe hohe Temperaturen erreicht werden.

Bereits 2003 wurden Gedanken in Haimhausen laut, die Heißwasserressourcen zu nutzen. Das bereits gefundene, unter Druck stehende Wasser hätte nur 134 Meter durch die vorhandene Bohrung an die Oberfläche gepumpt werden und über eine zweite Bohrung mittels einer Doublette rückgeführt werden müssen. Damals rechnete sich die Nutzung zum Heizen für die Haimausener Haushalte nach Expertenmeinung nicht. Nur durch ein Thermalbad mit Fitness-, Beauty- und Wellness-Bereich, mit Hotels, Reha-Klinik und Kongresszentrum würde die energetische Wirtschaftlichkeit vorhanden sein, so die Fachleute.

Heute sieht die Situation anders aus. Im Auftrag der Gemeinde wird die GeTeS AG aus Unterschleißheim nun die Untersuchungen durchführen. Durch die GeTeS AG können sich Haimhausener Bürger an dem Geothermie-Projekt als Aktionäre beteiligen. „Mit diesem Projekt soll eine innovative, unabhängige, umweltfreundliche und die fossilen Ressourcen schonende Energieversorgung für die Zukunft zum Wohle der Haimhauser Bürgerinnen und Bürger untersucht und dann auch ermöglicht werden, die auch für die nächsten Generationen noch bezahlbar ist«, betont Haimhausens Erster Bürgermeister Peter Felbermeier. (va)

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