Geothermieanlage in Schlattingen startet im Frühjahr nach Revision

02.02.2018 | Jochen Schneider
Geothermiebohrung in Bayern

Ab dem Frühjahr soll die Geothermiebohrung des Gemüseproduktionsbetriebs der Familie Grob in Schlattingen im Kanton Thurgau nach einer Revision mit einem einjährigen Pumpversuch wieder den Betrieb aufnehmen.

Wie die Bauernzeitung berichtet wurde in den vergangenen Monaten nach einem Ölfund verschiedene Schutzmaßnahmen zur Wasseraufbereitung, -kontrolle und -beruhigung, sowie ein Ölfilter eingebaut und getestet. Die im Frühjahr beginnenden Pumpversuche sollen rund ein Jahr dauern, um unter realen Bedingungen mit variierenden Föderraten die langfristigen Wechselwirkungen des natürlich im Thermalwasser vorkommenden Öls zu beobachten und zu untersuchen.

Das Familienunternehmen Grob will zukünftig das rund 60 Grad warme Tiefengrundwasser aus der Bohrung nutzen um die Gewächshäuser, mit einem Jahresenergiebedarf von 20 Gigawattstunden, zu beheizen. Die Bohrungen wurden 2010 erstellt. Das Thermalwasser soll nach der Förderung und Nutzung abgekühlt und unter Einhaltung aller gesetzlichen Auflagen in den Rhein eingeleitet werden. Dazu wurden eine geschlossene Ableitung und verschiedene Schutzmaßnahmen realisiert.

Im vergangenen Jahr wurde im Thermalwasser der Ölanteil entdeckt. Die Untersuchung zeigte, dass es sich um natürliches Öl handelt, welches in den Sedimenten der Nordschweiz in geringen Mengen verbreitet auftritt, berichtet die Bauernzeitung. Mit den mittlerweile installierten Massnahmen zur Aufbereitung des Tiefengrundwassers, mit Filter und Ölabscheider, wird das Öl vollumfänglich abgetrennt und zurückgehalten.

Im Rahmen des Pumversuchs wird vorsorglich im Rhein eine Ölsperre installiert. Die Pumpversuchs können erst nach der Überprüfung und Abnahme der installierten Aufbereitungsanlagen und nachdem die kantonale Bewilligung erteilt ist beginnen. Die Pumptests sind die Grundlage für eine Konzession zur Langzeitnutzung und des Betriebskonzepts.

Basierend auf den erhobenen Daten entscheiden die Behörden des Kantons voraussichtlich 2019 über die dauerhafte Nutung des Thermalwassers. Das Konzessionsgesuch unterliegt dem ordentlichen Bewilligungsverfahren, mit einer öffentlichen Auflage.

Quelle:

Bauernzeitung

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