Geothermiekraftwerk Insheim wieder am Netz

03.06.2013 | Anlagenbetrieb | Sabine Volland
Geothermiebohrung in Bayern

Nach mehr als drei Monaten Pause ist das Geothermiekraftwerk Insheim wieder am Netz. Die Reparatur eines Pumpenschadens war aufwändiger als erwartet. Seit Ende Mai wird wieder Strom aus Tiefer Geothermie produziert.

Mitte Februar dieses Jahres musste das Geothermiekraftwerk wegen eines Pumpenschadens vom Netz gehen. Mehrere Monate hat die Reparatur gedauert und gestaltete sich problematischer als erwartet, da die Schadensstelle für den Ausbau der Pumpe in 15 Meter Tiefe nur schwer zugänglich war.

Wie der Betreiber Pfalzwerke geofuture GmbH berichtet, wurde die Pumpe nach Ende der Reparaturarbeiten technischen Tests unterzogen und wieder eingebaut. Vor Anfahren des Kraftwerks musste sie allerdings erst noch vorgewärmt werden. Dadurch entstand Wasserdampf, der während des Betriebs nicht mehr zu erwarten sein wird, so die Pfalzwerke. Um höchste Sicherheit zu gewähren, wird das Kraftwerk während des Anfahrens nur mit vermindertem Wasserdruck betrieben, damit sich behutsam ein Gleichgewicht im Untergrund einstellen kann.

Insheim ist das zweite Geothermiekraftwerk im Oberrheingraben, in dem Strom produziert wird. Die Anlage wurde Mitte November 2012 in Betrieb genommen. Nach Angaben der Pfalzwerke versorgt das Kraftwerk momentan ca. 8000 Haushalte mit Energie aus Tiefer Geothermie.

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