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Geothermische Energieproduktion in Bern?

26. Januar 2011

Der Energieversorger der Stadt Bern ewb sieht die Nutzung von tiefer Geothermie zur Stromproduktion und zur Wärmeversorgung grundsätzlich für möglich an.

Die ewb (Energie Wasser Bern) sieht die Geothermie als potentielle Ersatzversorgung für die Atomenergie, aus der das Unternehmen bis 2039 ausgestiegen sein will. Der Einsatz der Geothermie in der Region Bern wird laut einer Studie als grundsätzlich für möglich gehalten. Die geologischen Verhältnisse lassen weitere Untersuchungen zur Nutzung der Erdwärme zu. Bern liegt geologisch im schweizerischen Molassebecken, mit ca. 1.800 Meter mächtigen Molassesedimenten, die die Sedimente des Mesozoikums (2.000 Meter) überlagern, die wiederum dem Grundgebirge aufliegen.

In der Region Bern wird ein mittlerer Temperaturgradient von 30 Grad Celsius pro Kilometer erwartet. Die Wärmestromdichte liegt mit 70-80 mW/m² in dem mittleren Bereich der Schweiz. Von Bohrtiefen zwischen 3.000 bis 7.000 Metern wird derzeit ausgegangen. Die geothermische Energie soll über Dubletten erschlossen werden. Bei einem Hydrothermalsystem im Raum Bern wird die 100 Grad Celsius Marke kaum überschritten werden, da bereits unter 4 Kilometer das Grundgebirge anfängt und somit vermutlich keine Schichten mit genügender natürlicher Durchlässigkeit mehr vorkommen werden.

Weitere Untersuchungen werden sich vor allem den „Stimulierten geothermischen Systemen“ (EGS) widmen, da die Stromproduktion im Vordergrund stehen soll. Dazu sollen binäre Stromumwandlungszyklen wie ORC- oder der Kalina-Kreislauf zum Einsatz kommen.

Der Bau eines Geothermie-Kraftwerkes in Bern wird in einem Zeitraum von 15 bis 20 Jahren gesehen. Durch die Gründung der Geo-Energie Suisse AG im vergangenen Jahr steigen die Erfolgsaussichten für die geothermische Anwendung in Bern.

In der Grundlagenstudie in Bern vom Juni 2010 wird aufgrund Erfahrungen aus Basel empfohlen, der Öffentlichkeitsarbeit große Aufmerksamkeit zu schenken. (va)

Quelle: www.ewb.ch

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