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Geox bereitet die Wiederinbetriebnahme in Landau vor

5. Dezember 2014

In den nächsten Wochen will die geox GmbH, der Betreiber der Geothermieanlage in Landau, wieder mit der Stromproduktion in dem Kraftwerk beginnen. Dafür hat geox verschiedene Maßnahmen in Abstimmung mit den Behörden durchgeführt.

Mit einer der Maßnahmen hat die geox GmbH vergangene Woche im Beisein der zuständigen Behörden mit einem Drucktest der Injektionsbohrung die Dichtigkeit bestätigt. Die Daldrup & Söhne AG, Mutterkonzern der geox, teilt in einer Pressemitteilung mit dass keinerlei Leckagen in der Bohrung festgestellt wurden, so dass ein zukünftiger Thermalwasseraustritt über die Tiefenverrohrung ausgeschlossen werden kann. Aus technischer Sicht lässt das den Umkehrschluss zu, dass wie vermutet der erfolgte Austritt von Thermalwasser im Bereich des defekten Wellheads (Bohrlochkopf) oberflächennah in drei Metern Tiefe aufgetreten ist.

Darüber hinaus werden seit ein paar Monaten Kontrollbohrungen abgeteuft. Momentan läuft noch die Kontrollbohrung bis in 500 Meter Tiefe. Die bisherige Beobachtung dieser Kontrollbohrungen auch während des Drucktests zeigte, dass weder Undichtigkeiten entlang der Injektionsbohrung noch Schadstoff-Konzentrationen oberhalb der zulässigen Grenzwerte im Grundwasser erkennbar sind. Dies zeigten auch Untersuchungen der Struktur- und Genehmigungsgruppe Süd im April und im November, die ebenso keine Hinweise auf infiltriertes Thermalwasser feststellen konnte. Für die neueren Untersuchungen wurden unter anderem zwei neu angelegte Grundwassermessstellen beprobt, wie die Rheinpfalz berichtet.

„Die Rohre sind dicht. Der Drucktest bestätigt unsere Einschätzung, dass die Probleme vom Frühjahr durch eine oberflächennahe Leckage am Wellhead verursacht wurden. Diese Fehlerquelle wird dauerhaft beseitigt", betont Josef Daldrup, Vorstandvorsitzender der Daldrup & Söhne AG in der Pressemitteilung. "Darüber hinaus werden wir die Sicherheitsstandards am Kraftwerk in enger fachlicher Abstimmung mit den Behörden deutlich erhöhen", so Daldrup weiter.

Mit der Erhöhung der Sicherheitsstandards will man zukünftig Undichtigkeiten ausschließen und in Abstimmung mit dem Bergamt, beispielsweise ein sogenanntes „Rohr in Rohr Prinzip“ (es wird ein neues 7“ Rohr in das bestehende, druckgeprüfte und dichte, ehemalige Reinjektions eingebaut, dass dadurch zum Schutzrohr wird). Parallel wird eine siebenfache Überwachung entlang der Bohrung montiert. Darüber hinaus wird eine sicherheitsgerichtete Steuerung das Geothermiekraftwerk - wenn nötig - kontrolliert herunterfahren.

Außerdem werden die Sondierungsbohrungen, die die geox rund um das Kraftwerk gebohrt hat, umgerüstet und als permanente Messstellen zusätzlich in die Überwachung eingebaut. Dadurch bindet sich die geox mit dem Kraftwerk in das von der Stadt Landau auf dem Weg gebrachte Risikomanagement für Trinkwasser ein. (js)

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