GIGA-M: Seismische Messungen in und um München sollen im Juni/Juli 2026 stattfinden

11.03.2026 | Erkundung & Analyse
Das Messgebiet von GIGA-M

Das bislang größte Erkundungsprojekt der Tiefengeothermie in Deutschland wirft seine Schatten voraus: Rund um die bayerische Landeshauptstadt laufen die Vorbereitungen für die Großräumige Integrierte Gesamt-Analyse des tiefengeothermischen Potentials und seiner synergetischen Nutzung im Großraum München – kurz: GIGA-M – auf Hochtouren.

Vom Projekt selbst gibt es seit der Genehmigung des Hauptbetriebsplans im Januar zwar keine neuen Mitteilungen. Doch aus den zahlreichen Gemeinden, die im rund 1.100 Quadratkilometer großen Messgebiet liegen, dringen aktuelle Informationen an die Öffentlichkeit. Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck, die sich aus der GIGA-M-Kampagne wichtige Informationen über die Chancen der Tiefengeothermie in ihrer Region erhoffen, sprechen laut einem aktuellen Bericht im Münchner Merkur von einer voraussichtlichen Durchführung der Messungen im Juni/Juli.

Für die Stadt Fürstenfeldbruck und die Gemeinden Maisach, Emmering und Alling loten die Stadtwerke Fürstenfeldbruck die mögliche Nutzung der Tiefengeothermie im Münchner Westen aus. „Unsere Kunden würden langfristig von einer zuverlässigen, wetterunabhängigen Wärmeversorgung und stabilen Heizkosten profitieren. Denn bei einer Nutzung der Geothermie für die Fernwärme fallen keine Preisschwankungen wie bei einer Erzeugung mit fossilen Brennstoffen an“, sagt Christian Wiegner, Bereichsleiter Technik bei den Stadtwerken Fürstenfeldbruck.

Dem Bericht zufolge laufen gerade die intensiven Vorbereitungen der Messungen. Grundstückseigentümer und Behörden werden informiert und um Genehmigung gebeten. Diese Arbeiten werden von der Firma IPS (Informations- & Planungsservice GmbH) durchgeführt. Die genauen Messlinienverläufe und Zeitpläne werden kurz vor dem Beginn der Messungen veröffentlicht. Für den April sind noch Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung geplant.

Das gesamte Untersuchungsgebiet für die Messkampagne der Stadtwerke München und der Energie-Wende-Garching (EWG) erstreckt sich über rund 1.100 Quadratkilometer, neun Landkreise und mehr als 60 Gemeinden. Koordiniert wird das Forschungsprojekt von der Technischen Universität München (TUM). Zu den Projektpartnern zählen die Energieagentur Ebersberg-München, die Landeshauptstadt München sowie der Landkreis München. Gefördert wird das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Quelle:

Münchner Merkur