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Großes Interesse am 2. Wissenstransfer der GAB

9. Februar 2018

Mit einem Weisswurstfrühstück begann am 26. Januar 2018 der zweite Wissenstransfer der Geothermie-Allianz Bayern (GAB) mit dem Schwerpunktthema "Fündigkeitsrisiko". Zahlreiche an der Geothermie in Bayern Interessierte kamen dazu nach Garching.

2016 hat die Geothermie-Allianz Bayern (GAB), gefördert durch das StMBW, die Arbeit aufgenommen. Neben den wissenschaftlichen Fragestellungen, denen sich die GAB im Verbund der drei bayerischen Universitäten, der Technischen Universität München, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Bayreuth, widmet, will die GAB den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern der Wissenschaft und Wirtschaft, der Universitäten und Anlagenbetreiber stärken. Mit der Wissenstransferveranstaltung „Geothermie in der süddeutschen Molasse“ hat die GAB eine Plattform zur Information und zum offenen Austausch geschaffen, durch die Synergien optimal genutzt und der Ausbau der Tiefengeothermie im süddeutschen Molassebecken gestärkt wird.

Die zweite Wissenstransferveranstaltung der Geothermie-Allianz Bayern fand am 26.01.2018 auf dem Gelände des Forschungscampus der TUM in Garching bei München statt. Die zahlreichen Teilnehmer erwarteten informative Vorträge und Präsentationen von Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft, die dieses Mal das Schwerpunktthema „Fündigkeitsrisiko“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten (-> Programmübersicht).

Im Themenblock „Aktuelles aus der Praxis“ berichteten Dr. Klaus Dorsch (ERDWERK GmbH) zur Fündigwerdung der Geothermiebohrung Holzkirchen sowie Dr. Ralph Baasch (Innovative Energie für Pullach GmbH) über die anstehende Seismik-Kampagne südlich von Grünwald. Sebastian Dirner (Stadtwerke München GmbH) stellte das kurz vor Bohrbeginn stehende Projekt der SWM in Sendling vor.

Der Themenblock „Reservoirerkundung“ beschäftigte sich mit der Minimierung des Fündigkeitsrisikos durch ein verbessertes Reservoirverständnis. Hierzu berichtete Dr. Hartwig von Hartmann (Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik) über die Grenzen und Möglichkeiten detaillierter Faziesanalysen anhand seismischer Daten. Die besondere Bedeutung präziser Geschwindigkeitsmodelle für die verbesserte 3D-Strukturmodellierung wurde durch den Vortrag von Johannes Großmann (Bayerisches Landesamt für Umwelt) untermauert. Prof. Roman Koch (FAU, Geozentrum Nordbayern) sensibilisierte das Publikum für die Probleme beim Vergleich zwischen Tiefen- und Tagesaufschlüssen mit besonderem Fokus auf die verschiedenen Dolomitausbildungen.

Im Themenblock „Hydrochemische Aspekte“ wurde das Thema Fündigkeit im Molassebecken aus hydrochemischer Sicht betrachtet. Dr. Iulia Ghergut (Georg-August-Universität Göttingen) machte hierbei auf die Schwierigkeiten der Fließweg-Analyse und Interpretation durch Markierungsmittel im Malmaquifer aufmerksam. Eine neue Möglichkeit des Monitorings und der Bewertung des Erfolges von chemischen Stimulations-Maßnahmen wurde von Dr. Thomas Baumann (TUM, Institut für Wasserchemie) vorgestellt. Florian Heine (TUM, Lehrstuhl für Hydrogeologie) zeigte eine Parallele zwischen den Umweltisotopen des Tiefen-Wassers, seiner Herkunft und der Wechselwirkung mit dem jeweiligen Gestein entlang des Fließweges auf, die er im Rahmen des Projektes IsoMol bearbeitet.

Die Veranstaltung schloss mit dem Vortrag von Achim Fischer-Erdsiek (AW Assekuranz), welcher Konzepte zur Versicherung des Fündigkeitsrisikos bei Geothermie-Bohrungen erläuterte.

Der Mehrwert, der aus der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Anlagenbetreibern erwächst, wurde im Verlauf der Veranstaltung immer wieder betont. Auf Grund der positiven Rückmeldungen sollen weitere Wissenstransferveranstaltungen unter dem Dach der Geothermie-Allianz Bayern folgen. (js)

Quelle: 

Geothermie-Allianz Bayern

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