Auf dem Gelände des Michaelibads, einem öffentlichen Hallen- und Freibad der Stadtwerke München, soll ab dem Jahr 2033 eine Geothermie-Anlage mit einer Wärmeleistung von über 80 Megawatt, ergänzt durch eine 21-Megawatt-Großwärmepumpe, rund 75.000 Münchner Haushalte versorgen.
Das Jahr 2025 stand ganz im Zeichen der vorbereitenden Baumaßnahmen. Auf die Errichtung eines umlaufenden Lärm- und Sichtschutzzauns (Juni), die Baufeldvorbereitung für den Bohrplatz (August), den Bau eines Brauchwasserbrunnens und die Einrichtung des Besuchercontainers „Checkpoint Michi“ (beides Oktober) folgten zuletzt die acht Standrohrbohrungen. Diese tief reichenden Schutzrohre stabilisieren nicht nur den oberen Teil der Bohrlöcher, sondern dienen auch als Barriere zwischen Bohrloch und Grundwasser.
Nach dem Abschluss der vorbereitenden Arbeiten geht es 2026 in die nächste Projektphase, dem Bau des unterirdischen Bohrkellerbauwerks. Laut den Stadtwerken München beginnt diese Phase voraussichtlich Mitte 2026. Die geplante Bauzeit beträgt rund 20 Monate. Sind die Bohrkeller fertiggestellt, geht es weiter zu den Bauabschnitten Wärmezentrale und Tiefbohrungen.
Für den Standort Michaelibad, wo von der Geothermie-Anlage nach der Fertigstellung kaum etwas zu sehen sein soll, erhält der Bohrkeller eine unterirdische Ausführung mit zwei kleinen Zugangsbauwerken. Alle üblicherweise an der Oberfläche verbleibenden Anlagenteile einer Geothermie-Bohrung werden komplett unterirdisch verlegt. Folglich können die Badegäste nach Ende der Baumaßnahmen den Großteil der Liegewiese wieder nutzen.
Stadtwerke München